Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Sonntag, 21. März 2010

Die Schattenseiten des Grundeinkommens

Die Schattenseiten des Grundeinkommens und so hatte ich eine Antwort erhalten, Gegenstand war dieser Beitrag.

Hallo Willi,
so ist es gelegentlich, oder kommt vor, kann jedenfalls und ist hier vorgekommen, weil der Text am Vormittag begonnen wurde und nach Mitternacht beendet. Aber ich arbeite dran. Andererseits fällt mir auf, dass Du in Diskussionen beim Positiven beginnst, also etwas Lob verstreust, eine positive Grundstimmung zeugst, um die Fliegen-klatsche zum Einsatz zu bringen.

Arbeit, Arbeit, Arbeit und die eine und andere Irritation.

Arbeit, Arbeit, Arbeit und die eine und andere Irritation. Als PDF Datei habe ich die Antwort auf folgenden Beitrag samt Anhang zur besseren Nachvollziehbarkeit hinterlegt.

Hallo Willi,
die Unruhe, eine Kraft die treibt und ich freue mich das diese Kraft Dich bewegt, sich in die „Niederungen meiner Gedankenwelt“ zu begeben und meinen Text nicht so stehen zu lassen. Dein Entschluss ist lobenswert, ich hatte ihn erwartet!
Die Wiederholungen in meiner letzten Antwort ergeben sich zwangsläufig aus der Art meiner Vorgehensweise. So hatte ich aus zeitlichen Gründen die einzelnen Abschnitte beantwortet, aber diese einzelnen Antworten nicht in einen separaten Text zusammengefasst und verarbeitet. Eine solche Vorgehensweise hat durchaus den Nachteil, dass sich einige Aussagen dem Gegenstand entsprechend wiederholen, aber es gibt auch einen Vorteil, da der Bezug zu den kopierten Gegenständen von der Abfolge her besser gegeben ist.
Nun der Vorrede genug und ab zum Thema, dabei finde ich es durchaus begrüßenswert, dass Du einen roten Faden in meinen Textteilen erkennst, nur ist es nicht der von Dir herausgestellte. So habe ich sicher kein Problem damit, den Menschen als Tier zu begreifen, worauf ich übrigens in meiner Antwort verwiesen hatte, nur begreife ich den Menschen auch als mehr! Und so suche ich nicht „Trennungsmustern“, sondern Unterschiede.

In einer Mailingliste wurde auf ...

In einer Mailingliste wurde auf einen Beitrag, mit dem Titel: „Geld und Demokratie – Geld für Demokratie?“ aufmerksam gemacht und ich habe eine Bemerkung dazu geschrieben. An solche Diskussionen kann ich mich recht gut erinnern, als ich gelegentlich noch in Foren schrieb, wobei mir mancher Akteur bekannt vorkommt.

Bemerkung:

Hallo Freund!
Nun, wieder ein Beitrag aus der Reihe, „ist der Kapitalismus noch zu retten? Ja, er ist noch zu retten!“ Aber ist er es wirklich und ist Geld das Problem? Sicher ist es ein Problem, nur wo liegen die eigentlichen Ursachen, welche ihren Ausdruck im Geld, aber auch in der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums und den politischen Verhältnissen finden? Basis und Überbau, Kategorien des historischen Materialismus, nur was ist schon historisch und was ist Materialismus, hat was mit materiell zu tun, igit igit, alle denken nur ans Geld! So werden eben die Ursachen des ganzen Dilemmas im Überbau gesehen. Ja und wie üblich werden an den Ursachen, was durchaus richtig ist, die Lösungen angesetzt. Und Letztlich ist der Zins schuld, dabei spielt es nicht einmal einen Rolle, dass auch dieser erwirtschaftet werden muss. Apropos, wirtschaften ja, Wertschöpfung hingegen scheint kaum noch eine Rolle zu spielen. Aber vielleicht ist ja letzteres gerade das Problem?
Gruß und gute Nacht
Thomas

Arbeit und Menschwerdung.

Arbeit und Menschwerdung.
Nun geht die Diskussion in der Mailingliste weiter und das Thema Bedingungsloses Grundeinkommen überschneidet sich mit dem Thema Entfremdung. Wobei ich gerade mit „Arbeit“ konfrontiert werden und mit einen sehr eingeschränkten Arbeitsbegriff. In diesem Zusammenhang musste ich wieder feststellen, dass Diskussionen in dieser Mailingliste zwar produktiv sind, aber keine „Historie“ haben. Sie sind schwer zurück zu verfolgen, selbst wenn man alle Nachrichten aufhebt.
Im Beitrag habe ich die Aussagen meines Gegenüber übernommen und Kommentiert, war in der Kürze der Zeit die günstigste Methode.

Hallo Willi;
nun werde ich es mir etwas einfacher machen, Deine Aussagen übernehmen und meine Meine Meinung anhängen, ist so vielleicht auch besser nachzuvollziehen.

hallo thomas,
die problematik unserer diskussion liegt in der reduktion der menschwerdung auf arbeit. physikalisch leistung in der zeit. ob diese betrachtung hier weiter führt, bin ich mir nicht ganz sicher. aber es hat was mit tätigkeit und zeit zu tun, weil sie nicht nur das potential zur arbeit beschreibt.“
Nun sollte der Anteil der Arbeit an der Menschwerdung nicht unterschätzt werden und dieser Anteil verdient es durchaus herausgestellt zu werden. Andererseits, was hat Deiner Meinung nach die Menschwerdung begründet? Ich bin gern gewillt zu lernen und mich aufklären zu lassen.
Aber vielleicht solltest Du den Begriff „Arbeit“ für dich wirklich neu klären und in diesem Zusammenhang praktizierte, beschränkte Betrachtungsweise adakta legen, erspart zum Beispiel solche Zwangskonstruktionen wie Arbeit als Tätigkeit auszudrücken. Und wenn Du schon einen Unterschied feststellst, nun ja, vielleicht kannst Du mir ja den Unterschied zwischen Arbeit und Tätigkeit erklären und warum letztere mehr beschreibst als erstere?


... und so folgte dieser Beitrag ...

Nun verschieben sich gelegentlich die Schwerpunkte von Diskussionen und so folgte dieser Beitrag, diesem Beitrag, welcher wiederum weiterführende Folgen hatte.

Hallo Willi,
nun hattest Du mich Zitiert und die eine Frage nachgereicht, welche ich kurz und bündig beantwortet habe, erst einmal. Des weiteren habe ich begonnen mich mit Deinem Text zu beschäftigen, was so einfach nicht ist, da unsere Ansichten durchaus verschieden sind, genauso wie unsere Herangehensweise. Der Text, welchen ich zur Arbeit geschrieben habe, besser mittels Kopieren und Einfügen in die Form eines E-Mails gebracht wurde, bezeichnet eigentlich Arbeit im allgemeinen Sinn, auf das Wesentliche reduziert. Was man daraus macht, in dem dieses „Skelett“ umkleidet und ausgekleidet wird, ist wiederum eine andere Sache. Meines Erachtens ist es durchaus Notwendig Begriffe zu klären, ihnen auf den Grund zu gehen, um das eigentliche Wesen, den eigentlichen Inhalt zu ergründen. Dieses wäre allein schon deswegen gut, damit es nicht zu Irritationen kommt und sich in oberflächlicher Betrachtung verbissen wird.
Von der Erscheinung zum Wesen, für mich der bessere Weg!
Übrigens ist Vereinfachen nicht das Problem, eher das Gegenteil und es ist keine Kunst, einfaches kompliziert auszudrücken, sondern Kompliziertes einfach und verständlich darzustellen!
Und wieso erzeugt Arbeit nur Aufwand? Der „Definition“ ist dieses sicher nicht zu entnehmen, eher das Gegenteil, sie hat eine befreiende Wirkung! Dieses kann man auch erkennen, wenn Arbeit nicht einseitig, nur als abhängige Beschäftigung, als Gegenstand der Ausbeutung betrachtet wird. Die von dir getroffene Einschätzung: „in der Konsequenz halte ich eine derartige Beschäftigungsweise für nutzlos, wenn sie nur Aufwand erzeugt, ohne die Lebensführung zu vereinfachen. Sie wirkt nur dann vereinfachend, nämlich für die Eliten, wenn sie der Mehrheit aufgezwungen wird.“ zeugt vom fortgeschrittener Entfremdung. Arbeit wird als Belastung empfunden, was sie in dieser Form durchaus ist, den Ursachen dieser Entfremdung kommt man damit aber kein Stück näher.

Und einmal eine Frage am Rande: was unterscheidet eigentlich den Menschen vom Tier?
Und noch eine zweite Frage: was ist Arbeit eigentlich für Dich, im Allgemeinen?

Gruß Thomas

Nun hatte ich einen Text geschrieben ...

Nun hatte ich einen Text geschrieben, eine Antwort kam, welche ich noch abarbeiten möchte. Da in der Antwort ein paar Zeilen von mir zitiert wurden, mit der angehängten Frage, was ich unter Arbeit verstehe, gab ich erst einmal folgende Antwort, welche über einen Zwischenschritt zu diesen Beitrag führte:

Hallo Willi,
da Du die Frage so direkt gestellt hast, hier in Kürze meine Antwort:
Arbeit: zweckmäßige, bewusste Tätigkeit des Menschen, in der er mit Hilfe von Arbeitsmitteln Arbeitsgegenstände verändert und sie seinen Zwecken nutzbar macht. Die Arbeit ist in allen Gesellschaftsformation unerlässliche Existenzbedingung des Menschen. „Sie ist die erste Grundbedingung alles menschlichen Lebens, und zwar in einem solchen Grade, dass wir in gewissem Sinn sagen müssen: Sie hat den Menschen selbst geschaffen.“ (Engels, MEW, Bd. 20, S. 444) Marx und Engels haben mit der Erkenntnis der bestimmenden Rolle der Arbeit, der materiellen Produktion und ihrer Entwicklung erstmals den Schlüssel zum Verständnis des Geschichtsverlaufs, der gesellschaftlichen Gesamtentwicklung gefunden. Auf der Erkenntnis von der bestimmenden Rolle der Produktion beruht zugleich die marxistische Lehre von der Rolle der Produzenten, der Volksmassen, als wahre Schöpfer der Geschichte.
Gruß Thomas
PS. Meines Erachtens, kann aus dem ersten Satz die Ursache für Entfremdung entnommen werden.
Arbeit: die bewusste Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur.

Dienstag, 9. März 2010

Geschrieben heute am Tage, ...

Im Moment arbeitet mein Computer und so kann ich nichts anderes tun als zu warten und das kann sich noch etwas hinziehen. Die Zeit des Wartens kann man sich mit lesen, oder schreiben vertreiben, also schreiben, ja, schreiben, einfach mal wieder Gedanken aufschreiben.
Seit 01.03.2010 hat sich meine Lebenssituation durch eine Qualifikationsmaßnahme etwas verändert. Eigentlich ist es weniger eine Qualifikation, denn diese würde ja Kenntnisse voraussetzen, oder eben Vorkenntnisse, nur hatte ich mich mit den zu bewältigen Problemen bis jetzt eigentlich noch nicht beschäftigt. Wenn es solche, oder ähnliche Probleme zu lösen gab, hatte ich immer Unterstützung, Nachbarschaftshilfe so zu sagen, eine Hand wäscht die andere, oder man unterstützt sich einfach gegenseitig. Dabei bin ich der Meinung, dass sich gegenseitige Hilfe immer Ausgleicht, auch wenn nicht jede Hilfe gleich vergolten wird. Irgendwo und irgendwann schließt sich auch dieser Kreis. Einer hilft den Anderen, dieser hilft wieder einen Anderen usw. usf. und irgendwann hilft der Andere (hoch x) den Einen dann wieder. So kann ein jeder, welcher nicht ausgeprägter Egozentrik frönt und für eine jede Leistung gleich eine Gegenleistung erwartet, günstig Leitungen in Anspruch nehmen, welche er sich unter Umständen so nicht leisten könnte.
Nun möge mancher meinen, dass solches nicht gut für die wirtschaftliche Entwicklung sei, weil sich diese Handlungsweisen den Gesetzen des Marktes entziehen, ja nicht einmal über diesen ausgetauscht werden, nur wer möchte schon behaupten, dass gegenwärtig, dominierendes Wirtschaftssystem gesund ist und im Interesse der Menschen? Dabei handelt es sich auch nur um eine Form des Wirtschaften, nur keiner Marktwirtschaft, eher einer Äquivalentswirtschaft, es werden entsprechend des Bedarfs Leistung ausgetauscht und zwar des Bedarfs der Tauschenden. Eine Form des Wirtschaften also, welche nicht gern gesehen wird, aber den Menschen unendlich näher ist, als die geheiligten Wirtschaftsformen, im Interesse des Kapitals zum Beispiel, welche dazu führen, den Menschen sich selbst zu entfremden. Da ein solches Wirtschaften offiziell nicht gewollt ist, wird gelegentlich versucht es als Schwarzarbeit zu verunglimpfen.

Montag, 8. März 2010

Internationaler Frauentag:

traditioneller Kampf- und Ehrentag, der jährlich am 8.März von den fortschrittlichen Frauen aller Länder begangen wird. Die II. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz in Kopenhagen (Aug. 1910) beschloss auf Antrag von C. Zetkin u. a., jährlich einen Kampftag der Frauen zu veranstalten. Er sollte in erster Linie der Agitation für das Frauenwahlrecht dienen und internationalen Charakter tragen. Dieser Beschluss war ein Sieg der revolutionären Kräfte und ein wichtiger Schritt zum internationalen Zusammenschluss und zur festen Einbeziehung der proletarischen und fortschrittlichen Frauen in den Befreiungskampf der Arbeiterklasse.
Von Jahr zu Jahr wuchs die Bedeutung des Internationalen Frauentages für die Durchsetzung der vollen Gleichberechtigung der Frau. Die Gleichberechtigung der Frau ist nur in einem sozialistischen Staat möglich. In der DDR z. B. wurde ihre Durchsetzung durch entsprechende Beschlüsse und Gesetze besonders gefördert. Nach 1945 hat die Internationale Demokratische Frauenförderation, gestützt auf die sozialistischen Länder, dem Internationalen Frauentag großen Auftrieb gegeben. Die Bedeutung des Internationalen Frauentages, ist mit dem Verschwinden des Sozialismus in Europa zurückgegangen. Er gewinnt, auf Grund der sich in der Gesellschaft zuspitzenden Widersprüche, sowie fortschreitender Ungleichbehandlung von Frauen in der Gesellschaft, gegenwärtig wieder an Bedeutung.

Freitag, 5. März 2010

Entfremdung II.

Entfremdung II.
Entfremdung ist ein weitreichendes Thema, welches in der Mailingliste immer noch diskutiert wird. Wobei sich die Schwerpunkte etwas verlagert haben und ein Unterschied in der Betrachtungsweisen zu sehen ist.
Nun wurde in den letzten Beiträgen Bildung mit ins Spiel gebracht, nur was ist Bildung? Am Ende des folgenden Beitrages hatte ich den Anfang eine Definition abgetippt und dem ist zu entnehmen, dass Bildung eine Form der Einflussnahme ist und somit Interessen entsprechend eingesetzt wird. In der heutigen Gesellschaft, in welcher das Bildungsprivileg allgegenwärtig ist, kommt es eigentlich darauf an, Wissensvermittlung außerhalb bestehender Bildungsstrukturen. So hat Bildung auch etwas mit Ideologie, Weltanschauung etc. zu tun. Gegenwärtig ist zu beobachten, das Bildung als universelles Lösungsmittel für System-eminente Probleme gesehen wird. Dabei werden auch Problemursachen am Grad der Bildung festgemacht. Das aber gerade Probleme wie Arbeitslosigkeit, Krisen, Massenverelendung etc. nicht der Bildung, oder dem Grad der Bildung geschuldet sind, dürfte eigentlich jedem realistisch denkenden Menschen bewusst sein.