Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Freitag, 29. Oktober 2010

Nach dem ich einer Empfehlung gefolgt bin, ...

Nach dem ich einer Empfehlung gefolgt bin, habe ich zu einem Text folgenden Kommentar hinterlassen:
Kluge Gedanken, nur sind sie selbst in den Verhältnissen gefangen, drehen sich im Kreis, stellen fest, konstatieren, folgern … aber schlussfolgern? Und ist es verwunderlich, wenn Kapitalismus sich als Kapitalismus entpuppt, dabei wird aus dieser hässlichen Raupe nie ein Schmetterling!     
Jeder Mensch wird gebraucht, in dieser Gesellschaft ist es eigentlich nur die Frage, ob er sich auch auf die gebrauchte Funktion beschränken lässt!?
Bevor ich den Kommentar geschrieben und hinterlassen habe, hatte ich folgende Gedanken zum Text aufgeschrieben. Wenn ich es genau betrachte, kämen noch einige hinzu, wobei ich es bei diesen belassen werde:
Nun wird sich viel gestritten, um viel, oder wenig Essen, gelegentlich ist auch die Rede von einer ausgewogenen Kost. Dann wird mal wieder festgestellt, dass die Bevölkerung zu viele Funde mit sich rum schleppt und gerade jene, welche, auf Grund ihres Einkommens, am Rand der Gesellschaft leben, sind vom Übergewicht geplagt. Dabei gab es Zeiten, da konnte ein armer Mensch gar nicht dick werden, zum einen weil er sich oft das nötigste Essen nicht einmal leisten konnte und zum anderen waren die Lebensmittel nicht chemisch verändert, von irgendwelchen Kunstprodukten, welche z. B. aussehen wie Wurst, aber in den kein Fleisch zu finden ist, einmal ganz zu schweigen. Moderne Technologien machen es möglich, eigentliche Abfallprodukte so zu verändern, dass sie als gut aussehende, schmeckende und satt machende Lebensmittel daher kommen. Ja, Treibmittel fürs Volk, billig zu haben, sorgen diese auch noch dafür, dass dem Gesundheitsunwesen der Nachschub an Patienten nicht ausgeht. So haben alle etwas davon und die Pharmaindustrie genug zu tun, Mittel zur Neutralisation der Folgen solch Ernährung zu produzieren. Meistens geschieht dieses unter einem Konzerndach mit den Treibmittelproduzenten. Da sage noch mal jemand, arme Menschen werden nicht gebraucht, selbst wenn sie gezwungen werden den billigen Müll der Industrie zu verdauen, es sind in jedem Fall Konsumenten und von denen kann man in einer warenproduzierenden Gesellschaft nicht genug haben.
Nun ist die Nahrung für den Körper, ob gut, schlecht, mangelhaft, ausreichend, billig oder teuer, das eine, womit Menschen geformt werden, etwas anderes ist die geistige Narrung, welche vorgesetzt wird, und deren Folgen für die Menschen nicht weniger groß sein können. Es wird bewusst und auch über Geld reguliert, der Geist der Ernährung angepasst. Menschen werden träge, ob sie dazu dick werden müssen, oder nur krank, vielleicht auch beides, sei dahingestellt, in jedem Fall wird die passende geistige Nahrung gleich mit geliefert. So werden Menschen motiviert sich berieseln zu lassen und das eigene Denken aufzugeben, wenn sie es denn überhaupt gelernt haben. In diesem Zusammenhang hat natürlich auch das selektive Bildungssystem seine Aufgabe zu erfüllen und wenn Menschen, welche soziale Leistungen empfangen, zur Säuberung des Stadtparks z. B. herangezogen werden, dann sollten sie dieses durchaus tun und sie sollten es gut tun, immerhin könnte es ja ihre zukünftige Wohnstätte sein. Dabei ist natürlich kein Mensch überflüssig, da er von der Wiege bis zur Bare Konsument ist! Ob er sich auf diese Funktion in der Gesellschaft beschränken lässt, liegt nicht nur an ihm, sondern auch an der Nahrung, welche er sich gönnt und gönnen kann.
Einsicht soll ja der erste Weg zur Besserung sein, und da ist etwas dran, es muss ja nicht die Einsicht in irgendein Schicksal sein, es kann ja auch die Einsicht, dass es so nicht weitergehen kann, sein. Dabei ist Hunger gelegentlich hilfreich und soll sogar den Geist anregen, auch ein Grund warum man lieber satte Menschen hat, auch wenn das Essen welches sie konsumieren nicht gesund ist und sie träge werden lässt. In diesem Zusammenhang wird schon der benötigten Ruhe wegen dafür gesorgt, dass die Menschen satt werden und mit dem Futter kann das Produkt entscheidend bestimmt werden, das weiß jeder Bauer, welcher Tiere zur Produktion nutzt! Letztlich ist der Mensch auch nicht frei, was immer unter Freiheit verstanden wird, wenn er seine Nahrung frei wählen kann, da er immer nur auf das zurückgreifen kann, was ihm angeboten wird und seinem Geldbeutel entspricht. Frei ist der Mensch nur, wenn er frei in seiner Tat ist, mit der nötigen Einsicht in die Notwendigkeit und sich der Konsequenzen dieser Tat nicht nur bewusst ist, sondern diesen auch Rechnung trägt! Letztlich wird in der kapitalistischen Gesellschaftsformation, und dass entspricht durchaus ihrem Wesen, der Mensch solange gebraucht, solange er dem Profitstreben dient und wenn es eben nur als Konsument ist! Dabei sei daran gedacht, dass der Reproduktionsprozess einer Ware mit dem Konsum endet, und nur der Konsum der Ware wiederum die Notwendigkeit für die Produktion der Ware schafft! Also wundern wir uns nicht, wenn Kapitalismus wie Kapitalismus funktioniert, er kann nicht anders, die Menschen hingegen schon! Wer das akzeptiert, erkennt auch, dass es sich um keine Parallelgesellschaft handelt, sondern nur um unterschiedliche Erscheinungsformen innerhalb einer Gesellschaft!

Auch eine Form der Besitzstandswahrung, ...

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Auch eine Form der Besitzstandswahrung, über welche hier nachgedacht wird. Und die Problematik ist wirklich eines Gedanken wert, vor allen weil es in erster Linie um Verwertung geht, konkret um Kapitalverwertung, die Organe sind nur Mittel zum Zweck! Und wie üblich, wird natürlich auch prominent geworben, für den guten Zweck, um anderen Menschen zu helfen und Gewinne zu maximieren. Welch Zwiespalt sich da ergibt und wäre Kapital human, so wäre nichts dagegen zu sagen, doch folgt es anderen Regeln, optimaler Verwertung entsprechend und so steht eigentlich fest, in wessen Interesse gespendet wird. Aber wie schon geschrieben, zwei Seelen wohnen in meiner Brust, nicht einfach die Entscheidung und so habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:
Nicht schlecht der Gedanke, nicht pro zu sein und schön, dass darüber nachgedacht wird, welche Industrie hinter dem ganzen steht. Der Mensch als Ersatzteillager ist ja nicht neu, letztlich ist es durchaus interessant, in wessen Interesse ausgeschlachtet wird und wer in erster Linie davon profitiert. Sicher, wer ein Spenderorgan erhält, dem wird geholfen, nur wirken auch in diesem Zusammenhang die sogenannten Gesetze des Marktes. Ich bin früher regelmäßig Blut spenden gegangen, bis mir einmal jemand erzählte, der beim Blutspendedienst arbeitete, dass sie noch so und soviel Blut brauchten, um einen Exportauftrag zu erfüllen. Nicht das ich etwas dagegen hätte, dass Menschen in anderen Ländern mein Blut erhalten, aber nicht wenn das Geschäft im Mittelpunkt steht und nicht der Mensch. Anders verhält es sich auch nicht mit den Organspenden, auch wenn der Mensch vorgeschoben wird, so ist es doch das Geschäft, welches bedient werden will. Anders würde es aussehen, wenn es in diesem Land ein Steuer finanziertes Gesundheitssystem geben würde, in dem allen Menschen die selben Leistungen „kostenfrei“ zur Verfügung stehen würden und das ohne wenn und aber!
Nachgedanke: Letztlich ist die Entscheidung nicht einfach, anderen Menschen zu helfen, ihnen unter Umständen Lebensqualität wiederzugeben, selbst wenn andere dieses nur nutzen um sich die Taschen zu füllen? Eine Antwort auf diese Frage ist nicht leicht, besonders wenn bedacht wird, wie inhuman das System des Kapitals ist und sowohl den Gebrauch, wie auch den Missbrauch kennt. Wie ist es, wenn man an der Schwelle des Todes steht? Sicher wird alles getan, der Bedeutung und Versicherungsform geschuldet, sich von der Schwelle zu entfernen, fraglich nur in welche Richtung? Den Gesetzen des Marktes geschuldet, der der Kapitalkumulation am zuträglichsten, oder der menschlich verträglichsten? Ja wie wird die Entscheidung ausfallen, welche man selbst nicht treffen kann, in einem privatwirtschaftlich organisierten Gesundheitssystem?

Artikel 5 des „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“

Artikel 5
(Freiheit der Meinung, Kunst und Wissenschaft)
(1)               Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2)               Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3)               Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
(entnommen aus: „Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“ Textausgabe – Stand Januar 2007, Herausgeber: Deutscher Bundestag – Verwaltung – Referat Öffentlichkeitsarbeit, Berlin, 2007)
Ja der Artikel 5 des Grundgesetzes, besonders Punkt (1) hat es in sich und so habe ich mir vorgenommen, mich mit dieser Problematik in nächster Zeit etwas intensiver auseinanderzusetzen, um festzustellen, wie es um die Meinungsfreiheit in diesem Land bestellt ist. Nicht nur das es angebracht ist, in diesem Zusammenhang einige Begriffe theoretisch zu klären, auch das Einbringen praktischer Erfahrungen darf nicht fehlen. Gerade die gesellschaftliche Praxis taugt, eigentliche Zusammenhänge aufzudecken, wobei empirische Erkenntnisse der theoretischen Ergänzung bedürfen, wenn verallgemeinerungswürdige Schlüsse gezogen werden sollen.
So hat natürlich jeder „das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten“, nur wie bei vielen anderen Rechten auch, für Folgen und Nebenwirkungen lesen sie die Packungsbeilage oder fragen sie Ihren Politiker, wenn beides nicht hilft, kann auch der eigene Denkapparat genutzt werden und praktische Tat zeugen.
Aber letztlich werden auch diese Rechte all zu oft auf dem Altar Mammons dargebracht und geopfert!

Besser shoppen, für immer weniger Einwohner!

Ein umstrittenes Objekt, welches Gegenstand einer Betrachtung in der MZ vom 27.10.10 ist. Ja, in Quedlinburg gibt es mal wieder ein Bauvorhaben, welches die verschiedensten Kritiker auf den Plan ruft. An Exponierter Stelle wird abgerissen und neu gebaut, wobei besonders die Fassadengestaltung Anlas zur Kritik gibt. Ein Wohn und Geschäftshaus soll es werden, mit behindertengerechten Wohnungen und maximal zwei größeren Geschäften. Dafür gibt es Fördermittel, wobei den größeren Teil das Wohnungswirtschaftsunternehmen der Stadt mittels Kredit finanzieren muss. Das da Begehrlichkeiten geweckt werden und zu sanierende Fachwerkhäuser ins Spiel gebracht werden, ist verständlich. Andererseits ist es aber auch eine Frage der Nutzung, in einer Stadt, in welcher die Einwohnerzahl nicht gerade steigt. Immerhin hatte Quedlinburg 1989 über 28.000 Einwohner und heute sind es wohl um die 21.000. Mit der Abwanderung ist natürlich auch der Bedarf an Wohnraum und anderen Nutzflächen zurück gegangen.
In der Internetausgabe der Zeitung habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:
Besser shoppen, für immer weniger Einwohner!
Über Geschmack soll man ja nicht streiten können und so wird auch unsere Zeit ihre Spuren in Quedlinburg hinterlassen. Auch wenn manches gewöhnungsbedürftig ist, die Menschen werden sich daran gewöhnen, selbst wenn Generationen darüber hinweg gehen. Der gegenwärtige Zustand des Objektes ist nicht schön, er bietet keinen schönen Anblick. Die geschilderten Umstände hingegen zeigen gut, wie Fördermittel weiter Mittel aktivieren, ob diese sich rentieren werden, wird die Zukunft zeigen. Die Lage ist gut, Geschäfte anzusiedeln, für eine weiter sinkende Einwohnerzahl. Denn das ist ein Problem in dieser Stadt und für viele Häuser. So könnten für dieses Geld sicher Fachwerkhäuser saniert werden, nur wofür, um anschließend den Leerstand zu mehren? Ja, Geld ist die eine Seite der Münze, die andere ist die Nutzung und diese bedarf letztlich immer den Menschen! Der Verweiß auf den Neubau eines Altenheimes des DRK, an der Einmündung Bahnhofstraße, zeigt wohin sich nicht nur diese Stadt entwickelt!

Dienstag, 19. Oktober 2010

Rechte Tasche – linke Tasche, aber ...

In der Mitteldeutschen Zeitung fand sich am 11.10.2010 auf Seite 9 (Quedlinburger Harzbote) ein Beitrag mit dem Titel „Gas und Strom bald von den Stadtwerken?“ in welchem darüber berichtet wird, das darüber nachgedacht wird, ob der Einkauf von Strom und Gas für den Kurbetrieb in Bad Suderode „weiterhin ausgeschrieben, oder … der Betrieb verpflichtet (wird), beides ab 1. Januar kommenden Jahres, nach der Eingemeindung nach Quedlinburg, von den „befreundeten“ Stadtwerken zu beziehen?“ Eigentlich eine Frage, welche sich so nicht stellen dürfte, da Quedlinburg ab dann sicher auch für die Verluste des Kurzentrums mit aufkommen muss. Zum Beitrag selbst hatte ich folgende Gedanken, leider ist der Beitrag in der Internetausgabe der MZ nicht zu finden.  
Rechte Tasche – linke Tasche, aber das Geld bleibt wenigstens in der Region!
Heute (11.10.) fand sich in der MZ ein Beitrag, welcher sich mit einer Folge der jüngsten Gebietsreform beschäftigt. Im Ergebnis dieser Reform werden Bad Suderode, Gernrode und Rieder in die Stadt Quedlinburg „eingemeindet“. Da es in den drei Kommunen Kräfte gibt, welche die Eigenständigkeit erhalten wollen, könnte sogar von Zwangseingemeindung gesprochen werden. Andererseits ist es den drei Gemeinden in der Vergangenheit nicht gelungen, den Fortgang weiterer Gemeinden aus der nun scheidenden Verwaltungsgemeinschaft zu verhindern.

Eigentlich keine Wunschkritik!

So gehen Diskussionen weiter, zu einem Beitrag hatte ich meine Meinung geschrieben, Reaktion erfahren und geantwortet. Daraufhin gab es eine Antwort, auf welche ich mit folgendem Text reagierte. Der Gesamtzusammenhang ist dem Inhalt des Anhanges im zweiten Beitrag zu entnehmen.  
Hallo Rainer,
sozusagen eine Wunschkritik?
Eigentlich nicht, eher handelt es sich um Enttäuschung, aber vielleicht liege ich ja auch falsch, oder verstehe Dich falsch, nun ja, wie auch immer. Dabei ist der Gedanke vom Weiterdenken nicht von der Hand zu weisen, fraglich nur, auf welcher weltanschaulichen Grundlage dieses erfolgt. Letztendlich ist es weniger die Frage, wer an diversen Betonprojekten im Einzelnen verdient, sonder vielmehr um die allgemeine Funktionsweise des Kapitalismus, welche dahinter steht, also, welche Rolle solche Betonprojekte spielen.
An Uta hatte ich geschrieben: „Letztlich und kurz geschrieben, gilt meine Kritik dem Primat der Politik und da sehe ich den Widerspruch zu Rainer!“ Es sind die Kopfstände, welche vollführt werden, um Politik zu erklären, es sind die Illusionen, welche es über Politik gibt, es sind die Kleesches, welche Politik ihren Ursachen entheben und über den Dingen (gesellschaftlichen Verhältnissen) schwebend lassen.
Basis und Überbau, die Rolle der Politik in der Gesellschaft, ja, was ist eigentlich Politik und welche Illusionen finden über Politik Verbreitung. Kommt der Politik gegenüber der Ökonomie das Primat zu oder umgekehrt? Dabei ist es uninteressant wie Parlamentarier funktionieren, sonder wieso und warum sie so und nicht anders funktionieren. Und was sind eigentlich Politiker? In diesem Zusammenhang kann durchaus festgestellt werden, dass Parlamentarier in der Regel verantwortungsbewusst handeln, in wessen Interesse sie hingegen handeln und warum, sollte Gegenstand der Betrachtung sein.

Eine Frage, eine Antwort, ein weiterer Beitrag!

Hier hatte ich meine Reaktion auf einen Beitrag kund getan, daraufhin gab es einen weiteren Beitrag, den ich ebenfalls beantwort habe. Letztlich war die Frage, wie der unten angehängten Datei zu entnehmen ist, wie ich zum Widerstand an sich stehe und mein Beitrag wurde als Ergänzung zum von mir kritisierten Beitrag gesehen. Sicher möge da auch etwas dran sein, wobei Kritik an der gegenständlichen Reflexion über wogen hat. Zwischenzeitlich habe ich eine Antwort erhalten, welche ich aber noch nicht abschließend bearbeitet habe und ebenfalls dem Anhang zu entnehmen ist. Hier nun meine zweite Antwort zum Thema:
Liebe Uta,
nun war ja der Protest nicht Gegenstand meiner Betrachtung, sondern dessen Wahrnehmung. Den Protest an sich unterstütze ich, auch gegen die Form des Widerstandes ist nicht zu sagen. Allein der Kampf kennt viele Formen, nur ist es meines Erachtens auch wichtig Inhalte entsprechend zu werten und den einzelnen Akteuren den ihnen angemessenen Platz zu zuerkennen. Hintergründe und Zusammenhänge gilt es dabei genauso zu erkennen, wie Ziele und mögliche Folgen des Kampfes. Dabei ist es eine Binsenweisheit, dass wo gehobelt wird, auch Späne fallen, nur ist fraglich in wessen Augen sie landen! So wird man zwangsläufig mit den verschiedensten, unschönen Folgen konfrontiert, wenn man gegen Kapitalinteressen antritt.

Reaktion auf eine Reaktion und was ist eigentlich Dialektik?

Ein E-Mail, welches ich auch separat erhalten hatte, fand sich in der Mailingliste der Freidenker und erfuhr dort Reaktion. Eine Reaktion machte ich zum Gegenstand folgender Betrachtung, in welcher nicht geklärt wird, was Dialektik ist, aber mit dieser durchaus etwas zu tun hat:
Hallo Rainer,
ja, barbarisch, kann solches Vorgehen genannt werden. Nur was für ein politischer Hintergrund? Ja, warum werden solche „Beton-Projekte“ beschlossen? Der Politik wegen? Sind sie den Hirnen von Politikern entsprungen, dienen sie der Politik? Doch eher nicht!
Und warum werden die Bürger überrumpelt, doch nur weil sie sich überrumpeln lassen! Nur warum lassen sie sich überrumpeln? Wegen der Politik, von der Politik, oder wegen der Illusionen, welche sie sich von Politik machen?
Traurig aber leider wahr, die Welt steht nicht auf den Kopf, nur wird sie leider all zu oft Kopf stehend betrachtet. Selbst von so manchem Marxkenner! Ich kenne Marx nun nicht, aber trotzdem bin ich jedesmal wieder etwas verwundert, wenn ein großer Aufschrei, verbunden mit überraschtem Entsetzen, durchs „Volk“ geht, wenn sich Kapitalismus/Imperialismus, wie Kapitalismus/Imperialismus benimmt! Ist es nicht das Wesen des Systems, welches sich hier offenbart?

Zwei Kommentare, ein interessantes Thema:

Eigentlich hatte ich mir jüngst vorgenommen, Kommentare, welche ich anderen Orts hinterlassen habe, nicht mehr auf meinen Seiten zu spiegeln. Aber wie es mit so manchen Vorhaben ist, oft werden diese über den Haufen geworfen, bevor mit deren Umsetzung überhaupt begonnen wurde. Da nichts menschliches einen fremd sein sollte, und Inkonsequenz durchaus treibende Wirkung haben kann, hier nun zwei Kommentare zu einem Beitrag, welcher wiederum einen anderen Beitrag zu Gegenstand hat. Gegenständlich gesehen, beschäftigen sich meine Kommentare eher mit der Art und Weise des Herangehens an brennende Probleme unserer Zeit. Im speziellen Fall geht es um ein religiöses Thema, welches einen sehr praktischen Hintergrund hat. Eigentlich geht es dabei um die Stellung von Religionen in der Gesellschaft, ihre Einschätzung und der Umgang mit ihr. So ist Religion ein Mittel zum Zweck, welcher gebraucht, aber auch missbraucht werden kann, wobei hinter jeder Religion Menschen stehen. Mein erster Kommentar, welcher Reaktion erfahren hat, ist hier zu finden und folgt im Anschluss:
Hey, was die junge Frau über die Ostdeutschen sagt, ist aber nicht nett, immerhin haben die mehr gemeinsam mit den Migranten als die meisten Westdeutschen und dass ohne ihre Heimat überhaupt zu verlassen. Aber  wenn sie diese dann doch verlassen, da sie zum Beispiel im Osten ihre Existenz nicht sicher können, geht es ihnen oft nicht anders als den hier beschriebenen Migranten. Und was ist schon im Interesse des Staates, ja, was ist der Staat überhaupt, in diesem Fall wird sich all zu oft mancher Illusion hingegeben und dem Prinzip Hoffnung gefolgt, der Staat könnte doch das sein, was man vermeint, das er sein müsste und nicht das was er ist!

Freitag, 15. Oktober 2010

Rechte Tasche – linke Tasche, …

In der Mitteldeutschen Zeitung fand sich am 11.10.2010 auf Seite 9 (Quedlinburger Harzbote) ein Beitrag mit dem Titel „Gas und Strom bald von den Stadtwerken?“ in welchem darüber berichtet wird, das darüber nachgedacht wird, ob der Einkauf von Strom und Gas für den Kurbetrieb in Bad Suderode „weiterhin ausgeschrieben, oder … der Betrieb verpflichtet (wird), beides ab 1. Januar kommenden Jahres, nach der Eingemeindung nach Quedlinburg, von den „befreundeten“ Stadtwerken zu beziehen?“ Eigentlich eine Frage, welche sich so nicht stellen dürfte, da Quedlinburg ab dann sicher auch für die Verluste des Kurzentrums mit aufkommen muss. Zum Beitrag selbst hatte ich folgende Gedanken, leider ist der Beitrag in der Internetausgabe der MZ nicht zu finden.  
Rechte Tasche – linke Tasche, aber das Geld bleibt wenigstens in der Region!
Heute (11.10.) fand sich in der MZ ein Beitrag, welcher sich mit einer Folge der jüngsten Gebietsreform beschäftigt. Im Ergebnis dieser Reform werden Bad Suderode, Gernrode und Rieder in die Stadt Quedlinburg „eingemeindet“. Da es in den drei Kommunen Kräfte gibt, welche die Eigenständigkeit erhalten wollen, könnte sogar von Zwangseingemeindung gesprochen werden. Andererseits ist es den drei Gemeinden in der Vergangenheit nicht gelungen, den Fortgang weiterer Gemeinden aus der nun scheidenden Verwaltungsgemeinschaft zu verhindern.
Nun handelt es sich mit Quedlinburg sicher nicht um eine Liebesheirat, eher um einen Kuhhandel, einer Zwangsehe, welche an anderen Ort beschlossen wurde. Selbst Quedlinburg hatte nicht dazu beigetragen, eher hatte es den Anschein, als ob man lieber allein geblieben wäre.
Grundsätzlich wären gewachsene Verbindungen sicher Wünschenswerter, aber unabhängig davon, hat ein solcher Zusammenschluss durchaus Vorteile, wenn er den zum gegenseitigen Vorteil mit Leben erfüllt wird.
Leider hat es aber den Anschein, dass ein jeder seine Interessen in den Fordergrund stellt und weniger an eine regionale Zusammenarbeit gedacht wird. Kirchturmdenken hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt, und oft wird dabei das Interesse einer Region aus dem Auge verloren. Besonders zeigt sich dieses auch an den Gewerbegebieten, welche jede Kommune vermeint vorhalten zu müssen, um in Konkurrenz gegen die Nachtbarkommune sich durchsetzen zu können. Dabei wäre es sicher im Sinne der einzelnen Kommunen gemeinsam die Kräfte zu bündeln und so auch einer weiteren sinnlosen Zersiedlung Einhalt zu gebieten. Vielleicht entpuppt sich gerade in dieser Beziehung die Gebietsreform als Vorteil, denn es macht wohl kaum einen Sinn, sich innerhalb einer Einheitsgemeinde ausboten zu wollen. Selbes trifft aber auch auf kommunale Unternehmen zu, diese sollten nicht unbedingt in Konkurrenz zueinander stehen, sondern sich in ihrem Wirken sinnvoll ergänzen. Nicht nur aus diesem Grund ist das Ansinnen des Kurbetriebes Bad Suderode eine kostenintensive Ausschreibung zu initiieren, um einen möglichst billigen Anbieter für Strom und Gas zu finden, absurd, sondern auch der Umstand spricht dagegen, das für die Verluste des Kurbetriebes zukünftig die Stadt Quedlinburg auch aufkommen muss. Das bedeutet nicht nur, dass eben auch Gewinne der Stadtwerke dafür herhalten müssen, sondern auch das im Falle eines anderen Anbieters erhebliche Mittel aus der Region abfließen. Ökonomisch betrachtet ist allein schon ein solches Ansinnen widersinnig und jeder Unternehmer ist eigentlich bestrebt, möglichst wenig Geld aus seinem Unternehmen abfließen zu lassen.  
Und einmal davon abgesehen, dass es keine Preise gibt, welche über den Marktpreis liegen, wie zu lesen ist, sollte im Zusammenhang mit der Einheitsgemeinde durchaus einmal über einen solchen Satz: Wir wollen keine Preise haben, die über dem Marktpreis liegen”, nachgedacht werden. Wie schon geschrieben, es handelt sich hier um einen Topf und da sollte es schon bestreben sein, dass Geld im Topf zu halten, auch wenn es sich darin bewegt! Ja, das Ansinnen des Kurdirektors läst entweder Unkenntnis marktwirtschaftlicher Zusammenhänge, oder agieren gegen kommunales Interesse vermuten und so sollte er sich eigentlich nicht wundern, wenn aus billig letztlich teuer wird! Nun ist eine Kommune, oder auch eine Einheitsgemeinde kein Wirtschaftsunternehmen, sollte in seinen eigenen Unternehmen aber auch darauf bedacht sein, wirtschaftlich erfolgreich im Interesse der Kommune zu arbeiten. Dabei ist es immer besser, Geld aus der recht in die linke Tasche zu wirtschaften, als in eine fremde Tasche!

Sonntag, 3. Oktober 2010

Ein Interview in der Jungen Welt!

Ein interessantes Interview findet sich heute in der Jungen Welt, es hat auch etwas mit der deutschen Einheit zu tun, aber in erster Linie mit einen Besuch von E. Krenz in Vietnam. Interessant ist in diesem Zusammenhang, aber auch nicht neu, welches Ansehen die DDR heute noch in der Welt genießt und das gerade bei den Völkern, welche ihre solidarische Hilfe besonders zu spüren bekommen haben. Ja, die DDR hat ihre Spuren hinterlassen und das nicht nur im Osten Deutschlands, sondern an den verschiedensten Orten des Weltgeschehens, wo solidarische Hilfe von Nöten war und wirtschaftliche Beziehungen zum gegenseitigen Vorteil gepflegt wurden. In diesem Zusammenhang lohnt es sich schon, über den von der DDR praktizierten proletarischen Internationalismus, als Prinzip internationalistischer Zusammenarbeit und Solidarität und der gegenwärtig imperialen geprägten Ausrichtung bundesdeutscher Politik, im Zuge vergangener und gegenwärtiger Globalisierungsbestrebungen!

Ein weiter Beitrag zum offiziell ungewollten Erbe!

Um „eine quicklebendige Tote“ geht es in einem Beitrag, welcher sich aus einem anderen Blickwinkel mit den Ereignissen vor zwanzig Jahren in diesem Land beschäftigt. Unter anderem werden festgestellte, dass das gute Deutschland abgewickelt wurde und das schlechte überleben durfte. Einmal davon abgesehen, dass Beweise für diese Aussage das praktische Leben in den letzten zwanzig Jahren ausreicht geliefert hat, hat das progressive Erbe seine Spuren hinterlassen und wirkt über den Tod hinaus. Die Erblast des Sozialismus wieg immer schwerer, imperialer Entwicklungen geschuldet, nun kommt es darauf an sich des Erbes nicht nur bewusst zu werden, sondern es auch anzutreten!
Im oben verlinktem Heft, auf welches ich hier aufmerksam wurde, finden sich weiter interessante Beiträge, nicht nur zum Thema DDR.   

Gedanken zu einigen Gedanken!

Hier fand ich „einige Gedanken aus Anlas eines Jahrestages“ mit der Überschrift: „Zwanzig Jahre Großes Deutschland“. Diese Gedanken animierten mich zu folgende Gedanken, welche ich als Kommentar zum Beitrag hinterlassen habe:  

Die DDR ist Tod, der Krieg gegen sie wird aber mit unverminderter Härte weiter geführt! So scheint sich zu bestätigen, dass totgesagte länger leben. Dabei geht es weniger um die DDR als Staatsgebilde, sondern um die Idee des Sozialismus, welche in der DDR ihre mehr oder weniger erfolgreiche praktische Umsetzung erfuhr.
Wenn nun die verschiedensten Betrachtungen berücksichtigt werden und die Praktizierung ausgeprägten Antikommunismus nicht vernachlässigt, kann festgestellt werden, dass ein Gespenst umgeht, welches schon Tod geglaubt wurde. Die Angst ist tief verwurzelt und die Geisterjäger sind in Aktion, allein der Geist ist schwach noch, in Europa!

Samstag, 2. Oktober 2010

Mutierende Einheit in Spaltung, Gedanken zum 3. Oktober!

Mutierende Einheit in Spaltung!
Zwanzig Jahre ist es her, als die staatliche Einheit in diesem Land wieder hergestellt wurde. Die oft zitierte Einheit gibt es nur im Überbau, speziell staatlicher Organisiertheit. Dabei wird offensichtlich, dass sich die Ebenen der Spaltung verschoben haben und mehrere Risse die Gesellschaft prägen.
Nun ja, besonders an Jubeltagen wird frohlockt und die Hofberichterstattung frohlock besonders intensiv, so lässt die MZ 10 junge Menschen hochspringen, welche vor zwanzig Jahren geboren wurden. Dabei verwundert nicht einmal, dass nur ein Junge dabei ist, sondern auch dass die Auswahl insgesamt alles andere als repräsentativ ist. Es handelt sich um Studentinnen  und einen Auszubildenden zum Medientechniker, welcher anscheinend der Ehrenrettung wegen hinzugezogen wurde. Ob es für diese jungen Menschen ein Glücksfall ist, wie den Worten des Chefredakteurs zu entnehmen, kann zwar als rhetorischer Winkelzug, um ostdeutscher Vergangenheit einen negativen Anstrich zu geben, gesehen werden, ändert aber nichts an der Tatsache, dass diesen jungen Menschen das Leben in der DDR genauso fremd ist, wie ansonsten für westdeutsche üblich.
Historisch betrachtet gingen der bejubelten Einheit in neuer Spaltung, die verschiedensten Spaltungen voraus. Dabei seien historische Spaltungen vor 1945 einmal außer acht gelassen, um sich somit auf Spaltungen innerhalb der europäischen Nachkriegsordnung zu beschränken.

Freitag, 1. Oktober 2010

Gedanken zum Tod und einem Wort zum Sonntag!

In der Mailingliste der Freidenker gibt es ein Wort zum Sonntag, diese Woche gibt es sogar zwei. Eines, in welchen sich mit dem Tod und mach menschlichen Beweggrund, beschäftigt wird, regte mich zu folgende Gedanken an:
Gedanken zum Tod und einem Wort zum Sonntag!
Der Mensch, er wird geboren und er wird sterben, das liegt in der Natur begründet, wie und wann er sterben wird, hingegen nicht. Ob er geruhsam einschläft, einen Unfall erlegen ist, durch Krankheit dahingerafft, oder Opfer seines Gleichen, vielleicht auch seiner selbst wird, kann keiner vorher sagen, nur im Tod sind sich alle Gleich! Als Mensch sind wir aber auch Bestandteile der Nahrungsketten, in welcher wir uns an die Spitze vorgearbeitet haben, und daher nur noch selten in Ausnahmesituationen als Nahrung dienen und so zu Tode kommen, welches wiederum natürlich ist. Wie auch immer, was uns vom Tier scheidet, ist unser Bewusstsein und so sind wir uns auch des Todes bewusst, genauso wie der Gefahren, welche mit verschiedenen Tätigkeiten, Verhaltensweisen etc. verbunden sind. Oft ist es allein die Hoffnung, dass wir von so mancher Konsequenz unserer eigenen Tat verschont bleiben, die uns treiben lässt und gelegentlich scheint diese Hoffnung nicht einmal zu täuschen.

Jeder Mensch wird frei geboren!

Geboren, nicht zum Untertan!
Jeder Mensch wird frei geboren!
Heißt es doch in der Menschenrechtserklärung der französischen Revolution vom 26. August 1789 im Artikel 1.: „Die Menschen werden frei und gleich an Rechten geboren und bleiben es.“ Das hört sich erst einmal gut an und war für seine Zeit durchaus eine epochale Erkenntnis, welche ihre Spuren in der Geschichte bis heute hinterlassen hat. In diesem Zusammenhang ist aber nicht nur das bürgerliche Freiheitsverständnis interessant, sondern auch die Tatsache, dass eine solche Forderung aus bestimmten Notwendigkeiten heraus getroffen wurde. Diese Einschätzung setzt die Erkenntnis voraus, dass Menschen im Allgemeinen in einem System des Unrechts hineingeboren werden und in einem solchen weiter leben. Dabei ist die Natur der Freiheit immer konkret, nie allgemein und den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen geschuldet. So benötigt die bürgerliche, die kapitalistische Gesellschaft die frei handelbare Ware, speziell eben auch die Ware Arbeitskraft, diese wird aber erst frei handelbar, wenn der Träger derselben, der Mensch, selbst von anderen Abhängigkeiten frei ist. Für die damalige Zeit bedeutete dieses die Abschaffung der Leibeigenschaft, der Sklaverei, oder anderer leiblicher Abhängigkeiten. Nach dieser Befreiung der Menschen, traten neue Abhängigkeiten, den Warencharakter entsprechende, an die Stelle der Alten. Mit diesen Abhängigkeiten kamen im laufe der Zeit auch neu Mechanismen der Repression hinzu und zum allgemeinen Steuerungs- und Regulierungsmittel wurde das Geld. Dabei ist es immer schon bestreben gewesen, ein jedes Verhältnis innerhalb dieses System zu kapitalisieren.

Weitere Gedanken zum Thema Tod!

Nun gab es ein Wort zum Sonntag, zu welchen ich einige Gedanken niedergeschrieben habe und in der Mailingliste veröffentlicht. Der Gegenstand selbst erfuhr weitere Reaktionen und ich erachte es durchaus als angebracht weiter über das Thema Tod und Gesellschaft nachzudenken und speziell den gewaltsamen Tod zum Gegenstand der Betrachtung zu machen.
Wir leben in einer Zeit, in welcher nicht nur mit den Waffen geklappert wird, sondern auch Kriege geführt und weitere vorbereitet werden. Aber auch ohne diesen sind die Medien voll von Gewallt und Tod. Mord, Selbstmord, Amokläufe, vermeidliche tödliche Unfälle etc. sind Reaktionen auf die verschiedensten menschlichen Probleme und Ausdruck für sich zuspitzende Widersprüche innerhalb dieser Gesellschaft. Und einmal von der Medienwirksamkeit von Amokläufen und tödlichen Unfällen etc. abgesehen, gibt die Form des gewählten Todes, oder durch Fremdeinwirkung erlittenen Todes, durchaus Einblicke in die gesellschaftlichen Verhältnisse. Es ist bezeichnend für ein System, wenn zur Lösung von Problemen auf Mittel zurückgegriffen werden, welche den gewaltsamen Tod zur Folge haben, oder diesen zumindest billigend in Kauf nehmen. Letztlich tritt so die Inhumanität des Systems am klarsten hervor, in dem es so sein menschenverachtendes Wesen, seine Lebensfeindlichkeit offenbart. 

Folgenden Text habe ich dazu in der Liste veröffentlicht:

Atheismus

Atheismus (griech.): bewusste und begründete Ablehnung des Glaubens an einen Gott oder mehrere Götter, an ein göttliches Prinzip, an jegliche übernatürlichen Kräfte und Wesen bzw. an eine übernatürliche und jenseitige Welt; Erklärung der Welt aus sich selbst (wörtlich: Gottlosigkeit).
Der Atheismus ist mit der Entwicklung des rationalen Denkens, der Wissenschaft und des Klassenkampfes eng verbunden. Er war und ist (mit Ausnahmen, wie z. B. bei F. Nietzsche) ideologischer Ausdruck geschichtlich fortschrittlicher Bewegungen und Klassen. Der Ausdruck Atheismus wurde unterschiedlich verwandt. In der griechischen Philosophie der Antike bezeichnete er ursprünglich lediglich die Ablehnung der Götter als Staatsreligionen. Von den christlichen Kirchen wurde er oftmals in diskriminierender Absicht gegen Anschauungen von einzelnen Menschen oder ganzen Völkern verwandt, die den Glauben an den Gott des Christentums ablehnten (so wird z. B. der Buddhismus als „atheistische Religion“ bezeichnet) oder, wie für das Mittelalter typisch, für Anschauungen, die von den offiziellen Dogmen der Kirche abwichen (Häresien, Deismus). Dabei handelt es sich jedoch nicht um Atheismus im eigentlichen Sinne. Auch die im 19. und besonders im 20. Jahrhundert verbreitete spontane, d. h. nicht bewusste und rational begründete areligiöse Haltung kann nur als Grundlage für die mögliche Herausbildung eines atheistischen Standpunktes gelten.
Durch die Geschichte des menschlichen Denkens zieht sich ein ständiger Kampf zwischen Materialismus und Idealismus, mit dem Kampf zwischen Atheismus und religiösen Glauben verknüpft. Dieser Kampf nahm verschiedene Formen an; er äußerte sich in der Kritik der jeweils offiziellen Religion, in grundsätzlicher Kritik einzelner religiöser Dogmen (z. B. bei Galileo Galilei), in der Hervorhebung der Vernunft gegenüber der Religion (z. B. in der Aufklärung), in der Entwicklung deistischer und pantheistischer Auffassungen, im Positivismus (z. B. bei E. Mach) und im atheistischen Idealismus (z. B. bei F. Nietzsche, J.-P. Sartre, A. Camus) und schließlich in konsequent materialisch-atheistischen weltanschaulichen Positionen.  … weiter …

Mehr Jobs, aber immer niedrigere Einkommen!

Mit „Deutsches Jobwunder“ ist hier ein Beitrag überschrieben, welcher den Inhalt einer Sendung im Fernsehen zum Gegenstand hat. In dieser Sendung kommt ein „Wirtschaftsweiser“ zu Wort und es werden bestehende Probleme angesprochen. Im Speziellen geht es um die Zunahme von Tätigkeiten auf Geringverdienerniveau, als um so genannte 400,-€ Jobs. Das in diesem Zusammenhang festgestellt wird, „Minijobs sind faktisch Killer für Vollzeitjobs“, ist schon bemerkenswert, aber alles andere als neu. Da nun aber diese Erkenntnis in der Gesellschaft immer größere Verbreitung findet, ist es an der Zeit dem Thema zu Leibe zu rücken, bevor das allgemeine Wahlvolk noch eigene Schlüsse, welche nicht unbedingt ist verfolgte Konzept passen, zieht. Also wird die Bedeutung des Problems entsprechend herausgearbeitet, um dann auf eine falsche Fährte zu verweisen. Haltet den Dieb, er hat mein Messer im Rücken, und schuld ist die Politik! Die Logik, welche dahinter steht, die eigenen Kritik, ist immer die Beste, deren Ergebnis am leichtesten zu beeinflussen ist!
Einen entsprechenden Kommentar habe ich zum Beitrag hinterlassen, welcher dieses direkt angeführt wurde.
Hier der Kommentar: