Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Dienstag, 31. Januar 2012

Eine erschreckendes Umfrageerkenntnis!

Freibrief zum Mord, genannt: gezieltes Töten im Auftrag, aber Geheim!?
Die Erkenntnis, dass bessere Bildung nicht zwangsläufig mehr Wissen bedeutet, in einer Welt der Schmalspurbildung und schon gar nicht mehr Intelligenz, kann durchaus auch den Ergebnissen dieser Umfrage entnommen werden!
Irrationalistische Denkweisen haben in den letzten zwanzig Jahren auch im Osten erheblich an Boden gewonnen und medial verbreitete Ängste werden meistens nicht einmal mehr kritisch hinterfragt. Es wird ihnen nachgegeben, im Glauben an die Richtigkeit der Aussagen, im Zuge meinungsfreiheitlicher Illusion. Dabei wird oft nicht bedacht, dass die Freiheit der Meinung, oder eben der gepriesen hohe Wert der Meinungsfreiheit, auch die Freiheit der Lüge beinhaltet!
Wie irrationalistisch üblich wird Glaube nicht hinterfragt, schon gar nicht wen er religiös gepflegt wird! Es wird ihm angehangen, in der Hoffnung es werde schon richtig und im eigenen Interesse sein, was geglaubt wird. Das auch in diesem Fall, in der Erteilung der „Linzens zum Töten“, erhebliches Missbrauchspotenzial steckt und auch diese „Lizenz“ nur im Interesse der herrschenden Kreise erteilt wird, ist den meisten Menschen Erschreckenderweise nicht einmal bewusst. 
Früher wurden den Menschen Märchen vom bösen Wolf, Hexen und anderen sie bedrohenden Gestallten erzählt und als Wahrheit vermittelt. Diesem Glauben folgend gingen sie daran den Wolf auszurotten, Hexen zu verbrennen und fortschrittliches Denken zu verbieten, zu bestraften, wobei manche Erkenntnis mit ihrem Träger der Marter und dem Scheiterhaufen überantwortet wurde. Heute vermeinen wir, dass dieses damals Falsch war, dieses hält aber viele, zu viele Menschen nicht davon ab, mit neuzeitlichen Fackeln und Forken bewaffnet sich wieder auf Hexenjagd schicken zu lassen.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Kulturwinter auch in Quedlinburg.

Es gibt wieder einen Kulturwinter, einen Harzer Kulturwinter, den 5ten, wie ich einem E-Mail entnehmen kann, welches heute meinen Briefkasten füllte. Kulturelles wird einiges geboten, wobei die meisten Angebote ohnehin zur Verfügung stehen. Trotzdem sei darauf verwiesen, Quedlinburg schläft im Winter nicht, auch wenn es etwas ruhiger und gemächlicher zugeht.
Aber bevor ich den angehängten Text des E-Mail wiedergeben, sei darauf verwiesen, das es im erwähnten Zeitraum durchaus noch mehr besuchenswerte Veranstaltungen in Quedlinburg gibt, so zum Beispiel am 03.02.2012 Kabarett im Kulturzentrum Reichenstraße, oder auch Vorstellungen im Theater, wobei ich mit diesen Verweisen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe. Ach ja, für Besucher unserer Ferienwohnung gibt es ab drei Übernachtungen wie üblich eine individuelle und qualifizierte Stadtführung gratis, auch im Winter.
Aber hier ein Anhangtext des E-Mails, der zweite Anhang findet sich hier als PDF hinterlegt:  

Montag, 23. Januar 2012

Die Freiwilligkeit der Pflicht, oder wie freiwillig sind Pflichten?

Die Freiwilligkeit der Pflicht, oder wie freiwillig sind Pflichten? So wird, um zumindest einen Anschein von Freiheit zu waren, was immer auch unter Freiheit verstanden wird, gerungen, in dem sie verkündet, aber dem von Freiwilligkeit Betroffenen nicht einmal die allgemein als Freiheit gepriesene Möglichkeit der Wahl überlassen. Jedenfalls nicht ohne Konsequenzen, wie in diesem Beitrag zu erfahren ist. 
Dabei definiert die Bundesregierung Freiwilligkeit nicht neu, wie die Überschrift unterstellt, sondern offenbart die Bedeutung von Freiwilligkeit nicht nur im System des Kapitals! Freiheit besteht nicht in der Möglichkeit der Wahl, sondern in der Möglichkeit der Tat! Nicht die Wahl wird den Betroffenen im Beitrag verboten, diese haben sie nach wie vor, sondern die praktische Tat wird gewertet und bei Bedarf geahndet! Freiheit besteht eben nicht in der Möglichkeit wählen zu können, sondern in der Fähigkeit zu erkennen und der Erkenntnis entsprechend, sich der Konsequenzen bewusst, zu handeln!
Somit handelt es sich hierbei auch weniger um Zynismus, als viel mehr um praktische Realität, welche durchaus taugt den Begriff der Freiheit inhaltlich zu klären und ihm seiner Verklärung zu berauben. In der Quintessens zerstört das System Illusionen selbst, welche es ansonsten ausgiebig pflegt. Danke für die Aufklärung mittels Anfrage, nur sollte es nicht dazu führen, den Kampf um die Beibehaltung von Illusionen zu führen, sondern dazu diese zu zerstören und aufzuklären!
Ach ha, nicht zu vergessen, worum geht es eigentlich bei solchen Untersuchungen? Letztlich doch „nur“ um herauszufinden, inwieweit und in welchem Umfang die betroffene Arbeitskraft verwertbar ist. Wenn also im Beitrag von Zynismus die Rede ist, dann sollte dieses im Zusammenhang mit Verwertung im Zuge kapitalistischen Wirtschaftens stehen, wo der Mensch nur als Träger der Ware Arbeitskraft von Bedeutung ist. Das Perfide besteht nicht darin, dass allgemein gepriesene Fantasien über Freiheit, Freiwilligkeit etc. zerstört werden, sondern dass mit diesen Gesetzen Menschen auf reine Objekte kapitalistischer Verwertung reduziert werden.


Sonntag, 22. Januar 2012

Misston im Konzert der Kriegstrommeln!

Misston im Konzert der Kriegstrommeln!
Um Kriege gegen anderen Länder und Völker zu führen, wird immer wieder zur Lüge gegriffen, so auch im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Jugoslawien, aber auch anderen Kriegen der jüngeren Vergangenheit. Auf der Seite von Barth-Engelbart wird auf einen Beitrag des NDR vom 16.01.2012 aufmerksam gemacht. Welcher eine positive Ausnahme im ansonsten medialen Kriegsgetrommel darstellt. Wahrscheinlich auch ein Grund, dass dieser Beitrag nicht gerade zur besten Sendezeit gezeigt wurde. Aber nicht nur aus diesem Grund, sind ihm viele Zuschauer zumindest im Nachhinein zu wünschen. Besonders auch im Zusammenhang mit der Propaganda wie sie gegenwärtig gegen Syrien und Iran verbreitet wird.
Einer der letzten Sätze des Beitrages lautet sinngemäß, „es macht ihn misstrauisch in Nachhinein“, dabei sollte alles was mit Krieg, Kriegsvorbereitung, Waffenklappern jeglicher Art zu tun hat, von Vornherein Misstrauen wecken und Widerstand zeugen.

Sonntag, 15. Januar 2012

Konstruktive Kritik fürs System des Kapitals!

In der SZ fand sich vor Tagen ein Beitrag, ein Gastbeitrag, auf welchen ich auf der Seite Kritische Massen aufmerksam wurde. Dieser Beitrag ist überschrieben:Thesen gegen die Ausplünderung der Gesellschaft "Kapitalismus braucht keine Demokratie", letzteres ohne Satzzeichen. Ein Ausrufezeichen, oder auch Fragezeichen, zumindest einen Punkt hätte ich der Überschrift schon gewünscht. Braucht nun Kapitalismus Demokratie oder nicht? Zumindest wäre die Einordnung etwas leichter gewesen, gerade weil der Text eine Antwort diesbezüglich schuldig bleibt. Wäre die Überschrift mit einem Fragezeichen versehen, was durchaus berechtigt ist, könnte klar mit ja geantwortet werden, der Kapitalismus kommt auch ganz gut mit einer Diktatur zurecht, was er oft genug bewiesen hat und von bestimmten Kräften des Kapitals gegenwärtig auch wieder angestrebt wird. Somit könnte eindeutig ein Ausrufungszeichen hinter der Überschrift stehen! Ja, Kapitalismus braucht keine Demokratie und schon gar nicht wenn nützlichere Alternativen erforderlich sind!
Wenn der Text nun gelesen wird, so kann festgestellt werden, dass es sich um eine Form seichter Kapitalismuskritik handelt, in welcher der tiefere Sinn anscheint darin besteht, die Knöchel nicht nass werden zu lassen und das, obwohl das Wasser schon lange keinen Stand auf festen Grund mehr zulässt. So wird dann auch  in den Fluten seichter Kritik herumgerudert, kleeschehaft versucht Illusionen zu erhalten und zu nähren.
Bevor es zum eigentlichen Text geht, ist dann noch zu lesen: „Wahnsinn als Selbstverständlichkeit: Seit Jahren ist es offensichtlich, dass die Demokratie ruiniert wird und der Sozialstaat zerfällt. Privatisierte Gewinne und sozialisierte Verluste sind zur Selbstverständlichkeit verkommen. 13 Gründe, sich selbst wieder ernst zu nehmen.“ Und einmal davon abgesehen, ob wirklich 13 Gründe, mehr oder weniger gebraucht werden um sich ernst zu nehmen und oben noch von Thesen geschrieben wurde, wird hier eine Selbstverständlichkeit für das System des Kapitals relativiert, in dem es als Ausnahme, oder Spitze des Eisberges, als verkommen dargestellt wird.
Zu den Thesen, oder „Gründen, sich selbst wieder ernst zu nehmen“, sind mir einige Gedanken gekommen:

Donnerstag, 12. Januar 2012

Gefunden: Nachdenken über Demokratie und gesellschaftliche Perspektiven!

Zum Thema Demokratie und gesellschaftlichen Sein finden sich hier einige interessante Gedanken, wobei dem Text meines Erachtens gängige Illusionen über Demokratie zu Grunde liegen, ohne auf alle Teile des Textes einzugehen, habe ich folgenden Kommentar hinterlassen!

Nun der Herr Churchill, gern wird er als Demokrat gepriesen, was er sicher auch war, gern wird er zitiert, nur wollte er des Volkes Wohl, oder war er nicht doch eher einer der extremsten Vertreter des Kapitals? Hat er nicht sogar Sympathie für Hitler und dessen Form der Machtausübung empfunden, bevor er zum erbitterten Gegner mutierte? Dabei hat Churchill nicht Unrecht, mit dem was er sagt, wenn dem geschuldeten Zusammenhang und das von ihm vertretene Interesse Berücksichtigung findet. Und was bedeutet die Aussage, dass „eine Demokratie ohne eine starke, gleichberechtigte Opposition … nur eine Scheindemokratie“ ist? Doch nichts anderes, als das mittels Demokratie für Interessenausgleich gesorgt wird, oder zumindest gesorgt werden soll. Nur um wessen Interesse geht es in der gemeinten bürgerlich parlamentarischen Vertreterdemokratie?

Dienstag, 10. Januar 2012

Zunehmende Bedürftigkeit, eine Erfolgsstory?

Am 16.12.2011 fand sich in der MZ auf Seite 7 (Quedlinburger Harzbote) ein Beitrag mit der Überschrift „Essen verbindet“. Dem möge so sein und auch ich sitze gern mit Menschen bei einem gemeinsamen Essen zusammen. Dabei gilt sicher nicht die altbackene Ansicht, dass beim Essen nicht gesprochen wird, den gerade die verschiedensten Tischgespräche haben etwas sehr belebendes und vor allen auch geselliges. Aber darum geht es nicht in diesem Beitrag, sondern um eine Suppenküche, in welcher Bedürftige speisen können und zwar nicht nur Suppe. Eigentlich ist dagegen nichts zu sagen, wenn nicht das ganze Projekt als eine Erfolgstory gepriesen würde. Eher ist es Traurig, dass wir in einer Zeit leben, wo immer mehr Menschen auf solche Einrichtungen angewiesen sind, wo Tafeln längere Schlangen kennen, als die meisten Supermärkte, nicht weil sie Lebensmittel kostenfrei an Bedürftige abgeben, sondern weil diese Bedürftigen nicht das Geld haben, in Supermärkten sich ausreichend zu versorgen. Eine Erfolgsstory wäre es, wenn solche sozialen Angebote nicht mehr gebraucht würden, aber nicht umgekehrt. Die Folgen zunehmender Verelendung immer breiterer Bevölkerungsschichten als Erfolgsstory zu bezeichnen, ist letztlich doch reichlich makaber. Der einzig positive Effekt liegt dann doch im Verbindenden, da die bedürftigen Menschen anschließend gern sitzen bleiben und sich austauschen.
Getragen wird das Ganze von Freiwilligen und prekär Beschäftigten, welche mittels Job-Center zu Ein-Euro-Jobs verpflichtet wurden. Eine feste Stelle wird daraus sicher nicht, denn es wird betont, dass es darauf ankommt, nach Ablauf der Maßnahme wieder neue Leute zu bekommen. Das unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen solche Projekte sich zum Selbstläufer entwickeln ist ebenfalls kein Anlas zur Freude, sondern Ausdruck für wachsende Verelendung. Wenn dann noch berücksichtigt wird, dass dieses ja nicht die einzige Einrichtung ihrer Art in Quedlinburg ist, … nun ja, leider notwendig, aber in keinem Fall eine Erfolgstory!
Leider ist der Beitrag auf der Internetseite der MZ nicht zu finden. 

Auf einer Facebookseite ...

Auf einer Facebookseite wurde ich auf einen Artikel von Sahra Wagenknecht, mit dem Titel „Begrenzt die private Wirtschaftsmacht“, aufmerksam. Auch wenn es eigentlich nicht üblich scheint auf solchen Seiten längere Kommentare zu hinterlassen, habe ich trotzdem folgenden Kommentar zum Verweiß veröffentlicht:
Als ob neue Wirtschaftsordnungen so einfach wünschbar wären! Übrigens durchaus bezeichnend, wenn die Wirtschaftsordnung mit demokratischen Grundregeln kollidiert, da diese laufenden wirtschaftlichen Entwicklungen anscheinend nicht mehr entsprechen. Und wann wurde der Kurs Europas schon mal von Regierungen bestimmt? Welche Aufgeben haben diese zu erfüllen und was ist eigentlich der Staat?
Fraglich auf welchen Faden die Ikone kommunistischen Seins in der Partei die Linke wandelt, dass sie zu diesen Schlüssen kommt? Wo sind Marx, wo ist Engels und wo Rosa Luxemburg, deren Vorbild sie zumindest äußerlich nacheifert?
Ja, es gibt viele Widersprüche im System des Kapitals und sogar einen Grundwiderspruch und auch wenn Geld unter bestimmten Bedingungen Warencharakter hat, so ist es nicht das Geld, welches dazu führt, dass sich die Widersprüche innerhalb kapitalistischen Seins verschärfen, auch hier ist es nur ein Mittler, ein Instrument der Tat!
Und wäre ein Kapitalismus ohne Neoliberalismus ein guter Kapitalismus, gar ein menschfreundlicher Kapitalismus, wie der Beitrag indirekt unterstellt? Von eigner Arbeit ist dabei noch niemand reich geworden, auch kann er damit kaum das entscheidende Eigentum schaffen, welche er benötigt, nämlich Eigentum an den entscheidenden Produktionsmitteln. Von anderer Arbeit hingegen gelingt dieses durchaus und nur durch anderer Arbeit, in dem sie im eigenem Interesse ausgebeutet wird. Übrigens auch nicht durch Erbschaft und Spekulation, wie angesprochen, mittels dieser Elemente wird höchstens erhalten und umverteilt!

Aufruf gegen einen Krieg gegen Iran und Syrien!

Dem Link folgend kann der Aufruf gezeichnet und damit unterstützt werden!
Aufruf gegen einen Krieg gegen Iran und Syrien!
„Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden!
Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens!“
So ist ein Aufruf gegen die aktuelle Kriegstreiberei gegen Iran und Syrien überschrieben, welchen ich nicht nur auf Grund der jüngsten Erfahrungen aus dem Krieg gegen Libyen unterstütze.
Im Folgenden der Text oben genannten Aufrufs:
Zehntausende Tote, eine traumatisierte Bevölkerung, eine weitgehend zerstörte Infrastruktur und ein zerfallener Staat: Das ist das Ergebnis des Krieges, den USA und Nato geführt haben, um den Reichtum Libyens plündern und das Land wieder kolonialisieren zu können. Jetzt bereiten sie offen den Krieg gegen die strategisch wichtigen bzw. rohstoffreichen Länder Syrien und Iran vor, die eine eigenständige Politik verfolgen und sich ihrem Diktat nicht unterordnen. Ein Angriff der Nato auf Syrien oder Iran kann zur direkten Konfrontation mit Russland und China führen – mit unvorstellbaren Konsequenzen.
Mit ständigen Kriegsdrohungen, dem Aufmarsch militärischer Kräfte an den Grenzen zu Iran und Syrien sowie mit Sabotage- und Terroraktionen von eingeschleusten „Spezialeinheiten“ halten die USA gemeinsam mit weiteren Nato-Staaten und Israel die beiden Länder in einem Ausnahmezustand, der sie zermürben soll. Zynisch und menschenverachtend versuchen USA und EU, mit Embargos ihren Außenhandel und Zahlungsverkehr planmäßig lahm zu legen. Die Wirtschaft des Iran und Syriens soll bewusst in eine tiefe Krise gestürzt, ihre Arbeitslosenzahlen erhöht und die Versorgungslage ihrer Bevölkerung drastisch verschlechtert werden. Die inneren sozialen Konflikte sollen ethnisiert und zugespitzt, ein Bürgerkrieg entfacht werden, um einen Vorwand für die längst geplante militärische Intervention zu schaffen. An diesem Embargo gegen Iran und Syrien beteiligt sich auch ganz maßgeblich die deutsche Bundesregierung.
Wir rufen alle Bürger, die Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, die Friedensbewegung auf, dieser Kriegspolitik konsequent entgegenzutreten.
Wir fordern, dass die Bundesregierung
  • die Embargomaßnahmen gegen den Iran und Syrien bedingungslos und sofort aufhebt;
  • klarstellt, dass sie sich an einem Krieg gegen diese Staaten in keiner Weise beteiligen und die Nutzung deutscher Einrichtungen für eine Aggression durch USA und Nato nicht gestatten wird;
  • sich auf internationaler Ebene für die Beendigung der Politik der Erpressung und Kriegsdrohung gegen den Iran und Syrien einsetzt.
Das iranische und syrische Volk haben das Recht, über die Gestaltung ihrer politischen und gesellschaftlichen Ordnung allein und souverän zu entscheiden. Die Erhaltung des Friedens verlangt es, dass das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten konsequent eingehalten wird.

Gedanken zu Weltuntergangsphantasien

In Facebook fand ich einen Verweiß auf einen Beitrag, welcher mit „ein neues Weltuntergangszenario“ überschrieben ist. Im Studiokino des Kulturzentrums Reichenstraße in Quedlinburg läuft gerade der Film MELANCHOLIA, eine Weltuntergangsphantasie auf gehobenem Niveau und nicht unpassend zur alljährlichen Geburtswehen-Mythologie der Weihnachtszeit, welche einer Religion entspringt, die mythologisch am Ende des menschlichen Seins den Tag des jüngsten Gerichts zelebriert haben möchte.  
Der Erinnerung folgend, blühen gerade die verschiedensten Weltuntergangsphantasien in Zeiten sich zuspitzender gesellschaftlicher Widersprüche, welche sich in immer kürzerer Folge in den verschiedensten gesellschaftlichen Krisen zu entladen suchen. Nur warum sich um das Heute und Morgen sorgen, wenn übermorgen ohnehin die Welt wie wir sie kennen den Bach runtergeht? Und das wird sie durchaus, sie hat es verdient, die Welt die wir kennen. Das bedeutet aber noch lange nicht den Untergang der Menschheit, selbst wenn diese die Potenziale längst entwickelt hat, welche einen solchen Untergang hervorrufen können. Übrigens und auch eine Frage des Filmes, was tun wenn das Unabwendbare auf einen zukommt? Sich die Rübe zukippen, noch mal die Sau raus lassen, oder sich ruhig hinsetzen und sehenden Auges schauen was auf einen zukommt? Die Akteure im Film bauen sich eine magische Höhle aus Ästen, setzen sich hinein und warten auf die Kollision zweier Planeten, wobei die zwei Erwachsenen sich durchaus der Konsequenzen des Kommenden bewusst sind und die Ablenkung dem Kinde geschuldet ist.
Nun ja, also warum sich um heute und jetzt kümmern, wenn die Welt eh bald untergeht? Setzen wir uns hin und harren der Dinge die da kommen mögen, wir können eh nichts dagegen tun, ist alles Schicksal, so die Intention! Die Apokalypse, wie oft sie auch verkündet wurde, sie wird kommen, am Ende der Zeit, oder mit ihr das Ende der Zeit? Nur am Ende welcher Zeit? Von Ewigkeit zu Ewigkeit und selbst Unendlichkeit ist letztlich nur die Summe unendlich vieler Endlichkeiten! Dabei ist alles was besteht ohnehin wert das es zu Grunde geht! Und doch ist etwas dran, wie wir heute wissen, denn zum einen wird die Sonne, um welcher unser Planet sich bewegt, einmal sterben, was zugegebener Maßen noch eine Weilchen hin ist und uns gegenwärtig nicht zu stören braucht, aber zum anderen hat die Menschheit eben selbst die Potenziale entwickelt, um ihrem Sein ein Ende zu bereiten. Letzteres bedeutet eigentlich nicht mehr aber auch nicht weniger, dass selbst für ihren Untergang die Menschen nicht einmal mehr eines Gottes oder mehrerer Götter bedarf. Selbst was den Weltuntergang betrifft, zumindest den Untergang unserer Welt, um etwas anderes geht es in keiner Weltuntergangsfantasie, braucht die Menschheit heute keine Götter mehr, dass kann sie durchaus selbst vollbringen, aber auch verhindern! Und da liegt der Unterschied, welcher gern verwischt wird, auch indem die Natur als Untergangsverursacher meistens herhalten muss, sei es eben wie im erwähnten Film ein anderer Plante, welcher mit der Erde kollidiert, sein es Meteoriten, oder Erdbeben, Vulkane, plötzlich und unerwartet eintretende Eiszeiten und was nicht sonst so alles aus der Mottenkiste apokalyptischer Ablenkung. Die eigentliche Gefahr, eine wirkliche Gefahr für den Fortbestand der menschlichen Zivilisation wird hingegen gern unterschlagen. Die eigentliche Gefahr für den Menschen ist der Mensch selbst, sind die von ihn geschaffenen gesellschaftlichen Verhältnisse, in deren Kern die bestimmenden Produktionsverhältnisse. Eigentliche Zusammenhänge, Ursachen und Gefahren verschleiernd werden gern natürliche „Gefahren“ in den Fordergrund gestellt und was können die Menschen schon gegen die Kräfte der Natur ausrichten? Anders sieht es mit den Kräften innerhalb der Gesellschaft aus, dort wirken Menschen, verschiedenen Interessen folgend und es könnte geradezu verheerende Folgen haben, sich hinzusetzen und der Dinge zu harren, welche über einen kommen, denn diese sind alles andere als Unvermeidlich, oder wie in der Politik gern bezeichnet, unabänderliche Sachzwänge.