Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Freitag, 24. Februar 2012

12. Quedlinburger Bücherfrühling

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12. Quedlinburger Bücherfrühling
Der diesjährige Bücherfrühling wirft seine Schatten voraus, nähre Informationen können dieser Presseerklärung, sowie der Seite www.bücherfrühling.de entnommen werden. Auf letzter Seite finden sich entsprechende Links zum Programm.
Im Ergebnis einer Pressekonferenz, welche am vergangenen Montag stattgefunden hat, gab es heute einen umfassenden Beitrag in der MZ.

EINLADUNG an alle Quedlinburger

Den folgenden Beitrag habe ich hier entnommen:
EINLADUNG an alle Quedlinburger
Am 25.02.2012 findet in der Aula der Kreisvolkshochschule in Quedlinburg, Heiligegeist Str. 8, eine Veranstaltung zu Fragen demokratischer und wirtschaftlicher Entwicklungen statt.
Die Lösung gegenwärtiger Problem kann nicht einer Kaste von Politikern überlassen werden, sondern bedarf neuer demokratischer Ansätze.
Im Rahmen der Veranstaltung werden einige Ansätze auf der Suche nach Lösungen sich angestauter gesellschaftlicher Probleme vorgestellt und diskutiert.
Als Parteiloses Stiftungsmitglied der Stiftung „Friedliche Revolution Leipzig“, gegründet 2009, lade ich Sie hiermit zu dieser überparteilichen Bürgerversammlung ein.
Beginn: 13.00 Uhr, Ende gegen 17.00 Uhr. Eintritt frei!
Acht bedeutende Persönlichkeiten stellen ihre Bürgerbewegungen vor, welche das Ziel verfolgen sich lose zu einer mächtigen Volksbewegung zu vernetzen.
Dabei geht es unter anderem um mehr und umfassendere Demokratie, Volkssouveränität, Selbstbestimmung des Volkes, um Bürgerentscheide auch auf Bundesebene, sowie die Vorbereitung einer gesamtdeutschen Verfassung gemäß §146 des Grundgesetzes, wozu der aus Quedlinburg stammende Professor Dr. Johannes Heinrichs aus Berlin sprechen wird.
Es geht um wirtschaftliche Alternativen, der Förderung regionaler Stoffkreisläufe, sowie erneuerbarer Energien.
Kommen Sie am 25.02.2012 und laden sie Ihre Freunde und Bekannten ein!
Es geht um eine friedlichere, gerechtere und vernünftigere Zukunft für uns, unserer Kinder, Enkel und Urenkel!
Weitere Informationen erhalten sie über Günter Rahm, Bergstraße 50, Quedlinburg
Telefon: 03946-52024   E-Mail:    guenter-rahm@t-online.de
http://zukunftdenken.blogspot.com/
Die Veranstaltung wurde in der MZ vor einigen Tagen schon angekündigt. 
Weitere Informationen!

Mittwoch, 22. Februar 2012

Gauckelei

Das Kind faschistischer Eltern wusste schon mit 9 Jahren, also im Gründungsjahr der DDR, das der Sozialismus ein Unrechtssystem ist. Obwohl er zum Ende des zweiten Weltkrieges erst 5 Jahre als war, hatte die faschistische Hirnwäsche doch erhebliche Wirkung hinterlassen. Oder hatten Vater und Mutter weiter bei ihrem Sohn Hirn gewaschen, um ihn auf ihre traditionelle Linie zu fixieren, eigener Erfahrungswelt konnte diese Ansicht zu diesem Zeitpunkt nicht entspringen. Der Vater wurde 1951 von der Besatzungsmacht verhaftet, verurteilt und nach Sibirien verbracht. Nicht der einzige Faschist, welchen dieses Schicksal im Osten Deutschlands ereilte und im Gegensatz zu bundesdeutschen Geflogenheiten nicht mittels Persilschein rein gewaschen und in Amt und Würden übernommen wurde.
Gauck war ein Mensch mit wankelmütigem Charakter, welcher es verstand sich den Verhältnissen anzupassen und diese zu seinen Vorteil zu nutzen. Er wusste ganz genau wem er in den A**** kriechen musste um im rechten Licht zu erscheinen und das ohne wirklich seine rechten Positionen, seinen ausgeprägten Antikommunismus, Chauvinismus, Rassismus, etc. aufgeben zu müssen. In der DDR gelang es ihm sich so zu verstellen, dass er in den Genuss so manches Privilegs kam. So durften seine Söhne ausreisen und ihn im Nachhinein regelmäßig besuchen. Das er diese Besuche erwidern konnte stand außer Frage und damit er sich im Westen nicht blamierte, wurde für ihm sogar ein VW Bus importiert. Er hat es immer verstanden sein Fähnchen in den Wind zudrehen und jede Gelegenheit genutzt sich so zu stellen, dass sein Schatten verdeckt, was seinem Ansehen schaden könnte. Das er gerade auch als „Aktenverwalter“ der nach ihm benannten Behörde, den Fall seines Schatten beeinflussen konnte und davon auch gebrauch gemacht hat, ist durchaus schon länger bekannt. Die „Larve“ hat sich eigentlich schon lange entpuppt, vielleicht ist Gauck aus diesem Grunde dem Volk auch nur noch als ein „Präsident der Herzen“ zu verkaufen, welcher in Gestalt eines rührseligen Opas daherkommt und seine Tauglichkeit für diese Amt gerade dadurch bewiesen hat, dass er es verstand, sein Fähnchen immer in den für ihn richtigen Wind zu hängen, ohne dabei jedoch seine Grundüberzeugungen, welche heute durchaus wieder traurige Popularität besitzen, aber auch Tradition im Bundespräsidentenamt haben, aufzugeben.  
Der Vorschlag von Gauck zur Wahl zum Bundespräsidenten ist ein Zeichen dafür, wie weit diese Gesellschaft schon nach rechts gerutscht ist. Erinnert sei aber auch daran, wer den Vorschlag ursprünglich unterbreitet hatte? Nun ist es die FDP (welche dabei ist in die Marginalität abzugleiten), die diesen Vorschlag aufgegriffen hat, der CDU damit ermöglicht als Opposition in der Koalition aufzutreten, sowie SPD und Grünen von vornherein jeden Wind aus den Segeln nimmt. Letztlich bleibt es der Partei Die Linke überlassen einen Gegenkandidaten zu präsentieren und sich als die eigentliche und einzige Opposition im parlamentarischen Zirkus der BRD zu präsentieren!

Donnerstag, 9. Februar 2012

Moderne Maschinenstürmerei

Es gab einmal eine Zeit, das kapitalistische System war dabei den Kinderschuhen zu entwachsen und pubertäre Züge anzunehmen, als moderne Maschinen so manche Arbeitskraft ersetzten und damit überflüssig machte. Viele Menschen, welche gezwungen waren ihre Arbeitskraft zu verkaufen um überleben zu können, wurden in ihrer Existenz ernsthaft bedroht und so fingen sie an die vermeidlichen Ursachen ihres Elends zu bekämpfen, die Maschinen! Das im Laufe der Zeit die Menschen, welche gezwungen waren ihre Arbeitskraft zu verkaufen, sich zur Arbeiterklasse formierten, die eigentlichen Ursachen ihrer Pein erkennen lernten und es auch lernten diese zu bekämpfen, scheint heute keine Rolle mehr zu spielen. Jedenfalls drängt sich ein solcher Eindruck auf, wenn z.B. Hartz IV als die Ursache für Dumpinglöhne gesehen wird und nicht die dahinter stehenden sozialökonomischen Verhältnisse. Folgenden Kommentar habe ich dem Link folgend hinterlassen:
Nun ist es so, oder möge zumindest so sein!
Hartz IV wurde zwar unter SPD und Grüne beschlossen, dieses aber nicht ohne Zustimmung von CDU/CSU und FDP. Nur gegen SPD und Grüne zu greifen, ist zu kurz gegriffen und befördert eine Verzerrung der eigentlichen politischen Verhältnisse. Die Opposition ist nicht immer dagegen, oft nur zum Schein und gelegentlich wird gar die ganz große Koalition praktiziert, wie im Falle von Hartz IV, daran konnte auch ein Funke Opposition nichts ändern.
Und Hartz IV ist auch nicht „die Hauptursache für die Ausweitung des Niedriglohnsektors mit Hungerlöhne“, sondern ein Werkzeug um dieses zu erreichen! Hungerrenten würde es ohne Hartz IV ebenfalls geben, wobei durch Anwendung der Hartzgesetze sich dieses Problem weiter verschärft. Die Ursachen für Hartz IV und die damit verbundenen Folgen, liegen im wirtschaftlichen System des Kapitals begründet und nicht in den Werkzeugen, die dem Kapitalinteresse zu dienen haben. So sind die Regelungen von Hartz IV nicht für das jahrelange Lohndumping verantwortlich, sondern sie sind ein Instrument Lohndumping zu beschleunigen. Dabei ist durchaus fraglich, ob sich am Lohndumping grundsätzlich etwas ändern würde, nur in dem diese Gesetze gestrichen werden? Und selbst wenn sich am Lohndumping dadurch etwas ändern würde, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sich die Lebenssituation breiter Bevölkerungsschichten in Folge erheblich verbessern könnte. Somit stellt sich die Frage, Hartz IV streichen und was dann Herr Lafontaine? 
Nachsatz:

Freitag, 3. Februar 2012

Kritik und begriffliche Bewegtheit!

Nun hatte ich einen Text geschrieben, welchen ich als Kommentar zu einem Beitrag hinterlassen hatte. Auf diesen Text wurde reagiert, was mich zu folgender Antwort animierte:
Und findest Du dass die Kritik des Herrn Schulze hilflos ist? Sie wird schon helfen und lange muss nicht geraten werden, wem! Wie an anderer Stelle schon geschrieben, Selbstkritik ist im Allgemeinen eine Kritik, welche möglichst umfassende Steuerung zulässt. Und wenn der Kapitalismus sich schon selbst kritisiert, dann scheint die Welt für so manchen Zeitgenossen in Ordnung, erst einmal unabhängig von den Folgen, welche mit dieser Kritik verbunden sind.
Und was ist schon die Linke, von der Partei mit vereinnahmendem Namen mal abgesehen? Rechts, Links, Mitte, alles Begriffe welche hervorragend taugen die eigentlichen Widersprüche in der Gesellschaft zu verklären. Dabei können so verortete Menschen wohl kaum ein Klassenbewusstsein entwickeln, eher ein Richtungsbewusstsein. Klassenbewusstsein können eigentlich nur die Mitglieder einer Klasse entwickeln, nur was ist eine Klassen, wurden Klassen, außer Schulklassen, nicht schon längst abgeschafft? Und sind nicht Mitglieder einer Klassen durchaus politisch verschieden verortet? Finden wir nicht objektive Mitglieder der Arbeiterklasse LINKS, in der MITTE und RECHS? Ja, wie wird eigentlich die Zugehörigkeit zu einer Klasse heute bestimmt? Oft doch an Hand eines Standes der Produktivkraftentwicklung wie sie heute schon Geschichte ist, jedenfalls in den entwickelten Ländern des Kapitals. Und dem nicht genug, werden neue Grüppchen und Schichten konstruiert, wie das Prekariat zum Beispiel, eine Neuschöpfung im Worte, nicht aber im objektiven Sein! Letztlich wird als Maßstab für die Zugehörigkeit zu einer Klasse oder Schicht, wie sollte es anders sein im System des Kapitals, Einkommen und Geld genommen, die Mittelschicht weitestgehend aus dem Proletariat herausgelöst, wenn sie nicht klassischerweise dem Kleinbürgertum entstammt. Keine Rolle spielt heute in allgemeiner Betrachtung die Stellung zu den Produktionsmitteln, welche eigentlich ausschlaggebend ist, denn dort trennt sich die Spreu vom Weizen, aber auch in der Stellung zu den Produktionsmittelns liegt die objektive Rolle des Proletariats als Gesellschaft veränderndes Subjekt begründet. Wenn heute von Besitzständen die Rede ist, geht es nicht um Eigentum an den Produktionsmitteln, sondern um Errungenschaften, welche nach und nach verloren gehen. Sicher handelt es sich dabei auch um Besitzstände, aber um Nachgeordnete. Nicht im Elend, wie oft glauben gemacht werden soll, sonder in der Stellung welche die Arbeiterklasse innerhalb des Reproduktionsprozess einnimmt, liegen die Potenziale für gesellschaftliche Veränderung. Und das ist durchaus auch eine Bewusstseinsfrage, denn Du hast Recht, dieser Stellung ist sich die Arbeiterklasse in diesem Land nicht bewusst.