Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Dienstag, 15. Oktober 2013

Spiel mit Ängsten u. manipulierten Gefühlen - DIE Mittel der Politik

In der Mailingliste der Freidenker fand ich heute folgenden Text:

Spiel mit Ängsten u. manipulierten Gefühlen - DIE Mittel der Politik

Hallo,
nach längeren Einsichten in den Ablauf von "Bildungsmaßnahmen" sowie in die aktuelle "große" und die lokale Politik, komme ich zu folgenden Schlussfolgerungen:
Es ist ein durchgängiges Programm in diesem Land Menschen zu manipulieren und zu "orientieren" über das Schüren von Ängsten:
·        Angst vor Veränderungen,
·        Angst vor Existenzverlusten,
·        Angst vor Abstieg in der sozialen Stellung,
·        Verlustängsten der verschiedensten Art,
·        Angst vor dem Tode  u.ä.
Damit verbunden ist das Verdrängen / Abwerten von Vernunft / Verstand / Wissen und das Betonen irrationaler Annahmen / Unterstellungen / Vorurteilen z.B. mit Esoterik, Astrologie, Religion, " Heimat ", " heile Welt ", " gute alte Zeit " usw.
Das beginnt von frühester Kindheit an mit einer (vielleicht unbewussten) Konditionierung durch die Ängste der Eltern, Mutter / Vater / Verwandtschaft, die sich so schon auf die Kinder überträgt.
Setzt sich fort in der Schule und in der Ausbildung mit der klaren Maßgabe
" Bildung muss als erstes meine soziale Stellung erhalten und festigen / ausbauen "
dem folgen krampfhaft Kultusminister, Schulbehörden und angepasste Lehrer.
Das Bildungsziel (wenn man das auch nicht so offen darlegt) dient nicht zuerst dem Ziel eigenständiges Wissen und selbständiges Denken, sondern dem "artigen" Nachsprechen von vorgekauten und passenden Bildungshäppchen.
(V. Ebert z.B. meinte: "Bei Mathe und Physik muss man etwas VERSTEHEN bzw. verstanden haben, in den übrigen Fächern kann man sich mit auswendig - lernen durchmogeln.") Und das Schlimme ist, viele Lehrer werten das so nur nachgesprochene Wort als Beleg für erreichtes und verstandenes Wissen!!
Weiter unterliegen wir alle konzertierten, abgestimmten Aktionen durch die Medien (viele überregionale und lokale Zeitungen, tendenziöse Zeitschriften, das Privatfernsehen, aber auch zunehmend die öffentlich - rechtlichen Sender, die Bertelsmann - Gesellschaft, ....) durch Vorgabe von gewünschten Argumentationsmustern, und genehmen Schlussfolgerungen / Slogans, griffige einfache Losungen
o       ("Wachstum schafft Arbeitsplätze",
o       "Leistung muss sich lohnen",
o       "das Boot ist voll",
o       "Sozialschmarotzer",
o       "die faulen Griechen",
o       "Es muss sich rechnen",
o       "Leistung aus Leidenschaft",
o       "Ich bin doch nicht blöd!"
o       "BILD dir (d)eine Meinung!"  usw.)
Wissenschaft und Fachkenntnisse werden abgewertet bis lächerlich ("Eierköpfe", "Spinner", "Fachidioten") gemacht, letztes Beispiel die Diskussionen um den Klimawandel ("die Wissenschaftler sind sich selbst nicht sicher, die korrigieren ja ständig ihre eigenen Aussagen!" Es zeigt sich ein Unverständnis des unendlichen Erkenntnisprozesses (weil auch viele "Philosophen" damit nicht einverstanden sind und undialektische Positionen propagieren), dagegen wird nicht der Wert von relativen Wahrheiten erkannt und gewürdigt für relativ gesicherte Erkenntnisse.
Bestes Beispiel sind auch viele Wirtschafts- "Wissenschaftler" (zum x - ten Male mit einem Wirtschafts- "Nobelpreis" fälschlicherweise dekoriert), da wird trotz der vielen falschen Prognosen und den katastrophalen Wirtschaftskrisen und Pleiten unbeirrt an der neoliberalen reinen Wirtschaftslehre (eher auch eine Form von Glaubensbekenntnis!) festgehalten.
Tausenden Studenten der BWL und VWL werden nach wie vor mit diesem Blödsinn dauerhaft vergiftet und ihre Gehirne mit diesem falschen, Existenz bedrohendem Gewinn - Denken verkleistert.
Es zeigte sich aus der letzten Wahl, wie wirksam das Spiel mit den Ängsten funktionierte.
Viele Menschen können und wollen nicht bei ihrer Wahlentscheidung nachdenken, man macht sein Kreuzchen aus einem Bauchgefühl heraus. (Erhalt meiner sozialen Stellung, welche Person / Partei verspricht das am ehesten?)
"keine Experimente!", "weniger Ausländer", "was man hat, das hat man!"
Viele Frauen haben Frau Merkel gewählt, weil, "sie ist doch eine Frau und schon deshalb steht sie uns nahe!"

Daraus ergibt sich u.a. für mich die Konsequenz, viel mehr die Gefühle anzusprechen und auf die Gefühle der Menschen zu achten!
Man muss die manipulative Wirkung von Gefühlen und von Ängsten offen legen, widerlegen, Alternativen zeigen und sachliches Wissen bei den praktischen Problemen der Menschen einbringen.
Offenbar sind Gefühle ein viel wirksameres Mittel als Verstand und Wissen, um das Handeln von Menschen zu beeinflussen.
Gruß
Axel

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