Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Mittwoch, 27. Januar 2016

... der Wille ist stark, allein der Geist ist schwach!

Der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt wirft seine Schatten und so fand sich in der Jungen Welt ein Beitrag zur Wahlwerbung der Partei Die Linke, auf welchen auf der Facebookseite der Zeitung verwiesen wurde. Gegenstand ist die Wahlwerbung des Spitzenkandidaten der Partei Die Linken auf Plakaten. Trotzig kommt diese daher, Schlagworte sollen helfen, die Kandidatur des „ewigen Kandidaten“ mit Erfolg zu krönen.
Zum Beitrag auf Facebook habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:
Wahlkampf in Sachsen-Anhalt, der Wille ist stark, allein der Geist ist schwach!

Sonntag, 24. Januar 2016

Wahlkampf mit Schlagwort geschwängerten Aussagen

In Sachsen-Anhalt wird dieses Jahr ein neues Landesparlament gewählt und der Wahlkampf hat begonnen. Eigentlich geht er schon einige Zeit, wobei fraglich ist, ob die Parteien überhaupt aufhören Wahlkampf zu betreiben, sie lassen meistens nur in der Intensität etwas nach. Allerdings kurz vor der Wahl wird noch einmal richtig Gas gegeben, Wahlmaterialien verteilt, Wahlplakate entworfen, vorgestellt und aufgehängt. Das dabei so manch kurioses zu entdecken ist, verwundert nicht, manch Aussage ist bedenkenswert und manch Aussage kommt fragwürdig daher, zu fragen ist, ob die Initiatoren so mancher Schlagwort geschwängerten Aussage über deren Inhalt überhaupt nachgedacht haben, oder ob sie diesen einfach nur gut fanden, aus welchem Grund auch immer.
So hat der Spitzenkandidat der Partei Die Linke Schlagwort geschwängerte Plakate mit seinem Konterfei zur Verfügung und auf einen kommt er als „Frauenversteher“ daher, was wiederum Anlas zur Diskussion gibt, insbesondere auch auf der Facebookseite der Partei, aber nicht nur da, denn er hat es auch auf die Titelseite der MZ geschafft. Zwar ist die Zahl der Leser dieser Zeitung rückläufig, aber immerhin ist es der Zeitung einen Beitrag wert. Und da in der Politik oft davon ausgegangen wird, dass es auf die Werbung ankommt, dabei das Vorzeichen egal zu sein scheint, doch ein Erfolg. Letztlich veranlasste mich der Beitrag in der MZ, die Facebookseite der Partei in Sachsen-Anhalt aufzusuchen und die Diskussion zu verfolgen. Wobei weniger von Diskussion gesprochen werden kann, als vielmehr von einem Schlagabtausch, was allerdings für dieses Medium nicht ungewöhnlich ist. Zu finden sich substanzielle, wie auch substanzlose Beiträge. Das verrissen und auch geschmäht wird, ist nicht ungewöhnlich, aber davon kann sich jeder selbst überzeugen, da die Seite öffentlich ist. Ich hatte einige Gedanken zu Kommentaren niedergeschrieben, wobei nur die im folgenden blau hinterlegten von mir an entsprechender Stelle veröffentlicht wurden.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Gedanken zu einem Aufruf, welcher anregt nachzudenken.

Hallo, eine interessante Sicht auf die Weltsituation, findet sich in einem Beitrag, welcher auf der Suche nach Alternativen ist. Festgestellt wird, dass die Menschheit „in der Sackgasse“ steckt, zu fragen bleibt, ob dem so ist und wenn dem so ist, ob sie dort feststeckt? Letzteres ist zu verneinen, da Entwicklung eine Form der Bewegung und diese unendlich, zumindest von einem weltanschaulich materialistischen Standpunkt. Die Sackgasse selbst, entpuppt sich als ein Weg, welcher zwar nicht das Ziel, aber dem Ziel entgegen führt. Sackgasse ist allerdings auch nicht richtig, da der Ausweg aus der Sackgasse vorgegeben ist, er führt zurück! Und ist menschliche Entwicklung jüngst nicht rückläufig gewesen? Fraglich wie umfassend gesellschaftlicher Rückschritt sein kann? Historisch betrachtet nicht unerheblich, sind in der Geschichte dergleichen Rückschritte bekannt, allein sie führten nur aus der Sackgasse heraus, in dem die Sackgasse über kurz oder lang beseitigt wurde.
Richtigerweise werden Problem im kapitalistischem System verortet, besser noch, es werden die Ursachen der Probleme dort gesehen. Allerdings werden diese wie heute oft üblich an menschlichen Eigenschaften festgemacht. Eine der populärsten Eigenschaften ist gegenwärtig die Gier, im besonderem Fall die Gier nach Profit, unersättlich noch dazu, wobei jeder wissen sollte, wohin Unersättlichkeit führt, zum großen Knall, oder Platzen. Und so platzte in der Vergangenheit so manche Blase, welche sich bei genauerer Betrachtung als Krise erwiesen, zyklisch können sie sein, dies Krisen, strukturell, oder wie auch immer, unterm Strich handelt es sich um Systemkrisen, welche nicht nur die 'Wirtschaft, sondern die gesamte Gesellschaft erschüttern. Allein eine menschliche Eigenschaft wie die Gier kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden. Lösungen werden gegen die Folgen der Krisen gesucht, meistens werden allerdings nur Löcher gestopft, in dem neue, größere Löcher geschaffen werden. Aber es gibt im System selbst weitere Lösungsszenarien, von denen Gebrauch gemacht wird, eines heißt Krieg! Und gerade auf dieses wird in jüngerer Vergangenheit immer häufiger zurückgegriffen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang, dass im letzten Jahrhundert zweimal große Wirtschaftskrisen mittels Kriege entschärft wurden, die Folgen dürften allseits bekannt sein! Eine Lösung im Sinne gesellschaftlichen Fortschritts ist im System des Kapitals allerdings nicht zu erreichen, da selbst die größten Kriege, mit ihrem enormen Vernichtungspotenzial an Produktivkräften, die Probleme kapitalistischen Seins nicht bewältigen können.

Samstag, 16. Januar 2016

Einen Hinweis habe ich erhalten, es ...

Einen Hinweis habe ich erhalten, es wird eine Demo geben, das Thema nicht uninteressant, aber den eigentlichen gesellschaftlichen Verhältnissen nicht Rechnung tragend. Letztlich wird der Bauer in unserer Gesellschaft auf dem selben Altar geopfert werden, wie der Kleinbürger, welcher im Laufe der Zeit durch den Mittelstand ersetzt wurde. Gelegentlich ist er noch anzutreffen, allerdings hat er in der Regel seine Eigenständigkeit verloren. Und so ist das Thema: „Wir haben Agrarindustrie satt!“ eher ein verzweifelter Hilfeschrei, als eine realistische Suche nach einer Lösung der aufgezeigten Probleme.
„Was uns verbindet: wir fordern den Stopp der industriellen Landwirtschaft & Lebensmittelproduktion und eine Förderung bäuerlicher Betriebe!“
Wir haben es satt! Wirklich, haben wir die Agrarindustrie satt? Oder was haben wir eigentlich satt, oder sollten zumindest satt haben?
Zwei Ansätze des Nachdenkens zum Thema:
1.) Nettes Demothema, wir haben es satt, weil wir satt sind und uns leisten können, es satt zu haben!? Die Forderungen sind schlicht naiv zu nennen wenn nicht* … und wer eine moderne Landwirtschaft haben möchte, welche am Interesse des Menschen orientiert, der kommt grundsätzlich um *fundamentale Kapitalismuskritik nicht herum! Dabei ist es verständlich, dass der Bauer Agrarindustrie satt hat, bedeutet die Agrarindustrie doch die Abschaffung des Bauern als gesellschaftliches Subjekt.