Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Dienstag, 28. Juni 2016

... zu einem Beitrag folgendes Zitat: „Wenn ...

Bildschirmfoto2016-06-28-15:42Uhr

Auf Facebook fand sich als Kommentar zu einem Beitrag folgendes Zitat: „Wenn wir uns überall einmischen wollen, wo himmelschreiendes Unrecht geschieht, dann riskieren wir den dritten Weltkrieg. (Zitat von Helmut Schmid.)“. Dieses Zitat kommentierte ich wie folgt: „Aus diesem Grund wird sich auch nur da eingemischt, wo es den eigenen Interessen dienlich und nicht dort, wo das „himmelschreiende Unrecht“ den eigenen Interessen dient!“
Zum Zitat hatte ich vordem folgende Gedanken niedergeschrieben: Ja wo immer auch himmelschreiendes Unrecht geschieht, … überall, nur nicht bei uns!? Was ist eigentlich himmelschreiendes Unrecht? Ist uns das irdische Unrecht nicht genug und wenn wir schon einmal beim Himmlischen sind, … wie war das mit dem Splitter im Auge des Anderen und dem Balken im eigenen, welcher nicht gesehen wird? … Und gab es nicht einmal eine Regel der UNO, welche die Nichteinmischung in die inneren Angeleigenheiten anderer Staaten proklamierte? Alles Geschichte, die Deutschen sind wieder wer und dem Kapital ist nach Krieg, die kleinen Kriege, welche im übrigen allen bisherigen großen Kriegen vorangegangen sind, reichen nicht mehr aus, die Probleme zu lösen, welche vom Kapitalismus geschaffen, in den Krieg treiben. Das deutsche Volk wird auf den Krieg vorbereitet, die wenigsten sind allerdings dafür und so wird hofiert und propagiert für die „richtige“ Sache (gegen himmelschreiendes Unrecht) zu kämpfen und diesmal auch die richtigen Verbündeten zu haben, mit denen eine Niederlage nicht sein soll!
Zum Zitat, es ist keine Frage des Willens, sondern praktische Realität sich überall einzumischen, wo himmelschreiendes Unrecht (was immer auch darunter verstanden wird) geschieht, allerdings wurde keiner der Krieg von außen wegen himmelschreienden Unrechts geführt, sondern wegen Einfluss, Märkten, Rohstoffen und nicht zuletzt um des Kriegsführens selbst, als Mittel der Kapitalkumulation!, allerdings entschied ich mich für die kürzere Fassung.

Mittwoch, 22. Juni 2016

... Zitate, Bildchen, Sprüche und das auch kombiniert, ...

Bildschirmfoto2016-06-2016

Und wie verkündete einst des Volkes Mund: Kinder müssen nicht erzogen werden, denn sie machen ohnehin alles nach!

Es ist nichts besonderes heutzutage, Zitate, Bildchen, Sprüche und das auch kombiniert, finden sich viel, insbesondere auch im (a)sozialem Netzwerk. Ob allerdings über die eine und andere Aussage tiefgründiger nachgedacht wird, kann ich nicht sagen, allerdings entpuppt sich manch Aussage als Beruhigungspille. Kinder sind in diesem Zusammenhang immer gut, sie lassen sich in ihrer Unschuld gut instrumentalisieren, vor allen kann mittels ihrer an die innerste Gefühlswelt der Menschen appelliert werden. Ja einst wurde losgezogen, damit es unsere Kinder einmal besser haben und in einem Spruch wird nun darauf verwiesen, wie wir unsere Kinder erziehen, oder nicht erziehen sollten, damit sie einst ihre Welt besser gestalten können. Also ab mit den Problemen in die Zukunft! Für unsere Kinder machen, die Kinder machen lassen und was wird aus uns, die wir machen für unsere Kinder, damit die Kinder einmal machen können, was wir doch heute schon so nötig brauchen?
Was für eine Logik, zugespitzt hungern wir heute, damit unsere Kinder einst satt zu essen haben, merken dabei allerdings nicht, wenn wir heute Hungern, wir den Hunger unseren Kindern vererben und wenn wir verhungern, unseren Kindern das selbe Schicksal droht, da wir sie letztlich ernähren müssen!
Zum im Bildschirmfoto abgebildeten Spruch schrieb ich folgenden Kommentar auf Facebook:

Freitag, 10. Juni 2016

Auseinandersetzung mit bürokratischen Sein im Landkreis Harz

Vor einigen Tagen fand sich ein Beitrag in der Jungen Welt, welcher mit „Diskriminierung pur“ überschrieben und untertitelt war mit: „Landkreis Harz: Auf Hartz IV angewiesene Frau soll nur dann Sozialhilfe für ihre Enkelin bekommen, wenn sie sich zur Pflegemutter schulen lässt“.
Zum Fall selbst gab es im Vorfeld einen Beitrag und in einem weiteren Beitrag wird darauf verwiesen, dass zwischenzeitlich ein entsprechender Bescheid von der Behörde erlassen wurde. Die im Untertitel genante Forderung veranlasste mich zu folgenden Gedanken:
Wir sind soweit, endlich werden Nägel mit Köpfen gemacht und in Zukunft dürfen Kinder nur noch mit Genehmigung gezeugt und/oder erzogen werden. Dazu wird es demnächst notwendig sein einen Elternführerschein zu machen, mit diesem Nachweis dürfen Kinder dann nur noch gezeugt und erzogen werden. Wer Kinder ohne diesen Nachweis zeugt und/oder erzieht wird bestraft und aus der Gesellschaft qualifizierten geistigen Elends ausgeschlossen und er und sie können dann zusehen, wie sie allein zurecht kommen! Mit einer solchen Aktion würde der Mensch endlich einem Pass gleichgestellt, denn „der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustandkommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Paß niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.“ Berthold Brecht, Flüchtlingsgespräche

Dienstag, 7. Juni 2016

Führung im Rahmen des Quedlinburger Bücherfrühling


Nun ist es schon einige Tage her, als ich meine Stadtführung im Rahmen des Quedlinburger Bücherfrühlings unternahm. Thema war der Dreißigjährige Krieg, ein Thema welches interessant, durchaus aktuell und der Bücherfrühling eine Gelegenheit etwas neues auszuprobieren. Literarisch war das Ansinnen und im Vorfeld durchsuchte ich mein Bücherregal nach Literatur, welche sich mit dem dreißigjährigen Krieg beschäftigt. Einiges war zu finden, so dass ich nicht alles durchsucht, da allein das gefundene erst einmal Beachtung verdiente. So nahm ich mir als erstes Grimmelshausens Simplicissimus vor, dieser deutsche Prosaroman, „dieser Schelmenroman verbindet auf einzigartige Weise volkstümliche und gelehrte Tradition“, wobei die Sprache etwas gewöhnungsbedürftig ist. Das besondere an diesem Roman, dass er Zeitnah geschrieben wurde. Zeitnah ist auch manches Gedicht, welches ich zum Thema finden konnten. Da allerdings Quedlinburg nicht zu kurz kommen sollte, schaute ich welche Spuren der Dreißigjährige Krieg in Quedlinburg hinterlassen hat. „Die Quedlinburgische Geschichte Band 1 half da weiter, auf 9 Seiten wird sich mit dem Thema beschäftigt am Ende zieht der Autor folgendes Resümee: „Der 30jährige Krieg ist das traurigste unter den traurigen Kapiteln, deren leider die deutsche Geschichte so viel aufweist. Es wütete ungeheuerlicher, unbegreiflicher Irrsinn, in dem sich grausamster religiöser Fanatismus mit der herzlosen Tyrannei weltlicher Machthaber vereinigt hatte. Das hehre Christentum ward herabgewürdigt zu entsetzlicher Unmenschlichkeit und musste zum Deckmantel dienen, wenn der Abschaum der Menschheit auf unser unglückliches Vaterland losgelassen wurde!“ Nachzulesen im obenerwähnten Buch auf Seite 316. Und wenn sich heute in der Welt umgeschaut wird, Ähnlichkeiten zu gegenwärtigen Ereignissen in der Welt sind sicher nicht nur Zufällig. Übrigens ist an anderer Stelle im Bezug auf die Bevölkerung der Stadt zu lesen: „nur der vierte Teil sei noch übrig“. Also 25% der ursprünglichen Bevölkerung, dabei wird eine Reihe der Einwohner die Stadt verlassen haben und ein Teil davon sich den Harzschützen angeschlossen. Die Harzschützen wiederum sind Thema eines Romans von Otto Gotsche, welcher mit „… und haben nur den Zorn“ überschrieben ist. Da auch dieser sich in meinem Bücherregal findet, war er auch Thema während der Führung. Fehlen durften aber auch nicht Schillers Werke zum Thema, wie „Wallensteins Lager“, „Die Piccolomini“ und „Wallensteins Tod“, wobei ich zugeben muss, dass ich diese nicht komplett gelesen habe, mir fehlte einfach die Zeit. Wallenstein selbst hatte sein Hauptquartier Ende Oktober 1625 nach Halberstadt verlegt, so das die Kaiserlichen starke Präsenz in dieser Region zeigten. Aber nicht nur in der Zeit Wallensteins hatte Quedlinburg unter Einquartierungen zu leiden, sondern auch später, als die Schweden Präsenz in der Region zeigten.

Montag, 6. Juni 2016

Interessanter Beitrag, durchaus erhellend und es geht um viel!

Oft ist es so, dass sich angemeldet werden muss, um die Kommentarfunktion zu nutzen, sicher nicht unberechtigter Weise, allerdings habe ich nicht immer Lust mich anzumelden und so hier meine Gedanken zu einen Beitrag, welcher mit „Turbokapitalismus“ überschrieben ist:
Interessanter Beitrag, durchaus erhellend und es geht um viel!
1.) „Die Einkommensmittelschichten schrumpfen“, nur wohin schrumpfen sie? Übrigens wirklich Mittelschichten? Wie viele gibt es, ich dachte immer, es gäbe nur eine Mittelschicht, einst entstanden als Ersatz fürs schwindende Kleinbürgertum? Nicht mehr ans Eigentum an den Produktionsmitteln gebunden, sondern über das Einkommen definiert, hatte diese Schicht einst die Aufgabe die Rolle des Kleinbürgertums als staatstragende Kraft zu übernehmen. Hat sie auch gemacht, die Mittelschicht, erfolgreich und ihr Niedergang zeugt ähnliche gesellschaftlich, exzessive Erscheinungen wie der Niedergang des Kleinbürgertums in den 1920/30iger Jahren. Pegida, AfD, etc. sind Beispiele für Versuche gesellschaftskonform dem Niedergang zu begegnen und so finden sich insbesondere Menschen in diesen Gruppierungen, welche der Mittelschicht zuzurechnen sind.