Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Mittwoch, 8. November 2017

Patriarchats- oder Gesellschaftskritik?

Bildschirmfoto 2017-11-08-17:10 Uhr
Es ist eine interessante Geschichte nicht nur mit der Geschichte, sondern auch mit den verschiedensten Vorstellungen die gesellschaftliche Zukunft betreffend. Da wird sich so ziemlich mit allem Möglichen auseinandergesetzt und das von den verschiedensten weltanschaulichen Positionen aus. So ging es in einem erhaltenen E-Mail, von einem Absender, welchen ich mehrfach schon gebeten, mich aus seinen Verteiler zu nehmen, um Technik, speziell um einen Aufsatz* zum Thema. Anstatt nun diese E-Mail zu löschen, wie andere Mails des Absenders, wurde nicht nur eine Antwortmail der Autorin des Aufsatzes von mir geöffnet. Es war nicht uninteressant was zu lesen, wie der Mailversender darauf reagierte und es weitere Anmerkungen zum Thema gab. In einer E-Mail stellte die Autorin eine These auf, welche den Kernpunkt des Aufsatzes enthalten sollte.
Wie schon geschrieben, eigentlich ein interessantes Thema, insbesondere auch unter Berücksichtigung des Rahmens, welcher der Veröffentlichung diente. So schrieb ich einige Gedanken zur These nieder und begann den Aufsatz zu lesen. Da dieser sehr umfangreich ist, habe ich nur einen Teil gelesen und das Ansinnen zu Antworten ad acta gelegt. Heute nun erschien ein weiterer Beitrag, welcher dazu verführte die eigenen Gedanken zu versenden. Die Zeitschrift, in welcher der Aufsatz enthalten, ist als PDF-Datei, wie oben verlinkt, zugänglich, aber auch der Internetseite des „Forschungsinstitutfür Patriarchatskritik und alternative Zivilisationen“ zu entnehmen. Auch eine Form der Gesellschaftskritik, meines Erachtens allerdings eine Eingeschränkte!
Der versendet Text:
Hallo,
vor einigen Tagen hatte ich folgende Gedanken zum Thema aufgeschrieben, bringen wollte ich diese zu einem Beitrag, in dem die Autorin des Aufsatzes diesen in einer These zusammenfasste. Um aber etwas genaueres zu erfahren, habe ich einen Teil des Aufsatzes gelesen und bin zu der Erkenntnis gekommen, das die These selbst etwas knapp bemessen war und zumindest eine Gegenfrage meinerseits schon beantwortet. Im Text des Aufsatzes wird sich mit Technik auseinandergesetzt, diese aber verabsolutiert, negativ vergöttert und ihres menschlichen Bezugs entstellt, in einer „Megamaschine“ sich manifestierend …, so jedenfalls, soweit wie ich gelesen.
Marco ..........´s Beitrag hat mich animiert einen Beitrag zur Diskussion zu veröffentlichen:
- Der Mensch als Schöpfer, in der Angst von seiner Schöpfung überholt zu werden … ?
Hallo alle zusammen, Mitleser und nicht Mitleser,
und vor allen der Autorin des gegenständlichen Aufsatzes,
das Thema ist interessant, unter mehreren Gesichtspunkten, den gegenständlichen Text habe ich bis jetzt allerdings nicht komplett gelesen, mir fehlt einfach die Zeit. Allerdings die Diskussion zwingt zur Vereinfachung und in solchen Fällen erscheint der Kern klarer, er ist einfacher zu erkennen. Ob er allerdings richtig erkannt wird, hängt sicher auch vom Blickwinkel des Betrachters ab. Dabei hört sich Patriarchatskritik durchaus interessant an, allerdings warum löste einst das Patriarchat das Matriarchat ab? Das Matriarchat, das aus der Wildheit der Menschwerdung übernommene, ursprüngliche und das Patriarchat gesellschaftliches Produkt, entstanden auf einer bestimmten Stufe der Produktivkraftentwicklung, eine Folge zunehmender Arbeitsteilung?
Und konnte zu dieser Zeit schon von Technik gesprochen werden? Sicher, wenn Technik auf alle künstlichen materiellen Dinge, die der Mensch in zielstrebiger Tätigkeit zur von vornherein bezweckten Veränderung eines Gegenstandes einsetzt, indem er bestimmte ihrer Eigenschaften, d. h. die in ihnen durch mehr oder weniger bewusstes und planmäßiges Vorausdenken zweckentsprechend kombiniert und in ihrer Wirkungsweise organisierten materiellen gesetzmäßigen Wirkung als sein „Machtmittel“, als Verstärkung und qualitative Vervollkommnung der begrenzten Fähigkeiten seiner natürlichen Organe nutzt, betrachtet wird.
Die obige These nehmend, ist zu Fragen, ob diese Beschreibung von Technik auch in der Natur Anwendung findet, oder nur in der Gesellschaft und ist der Mensch überhaupt in der Lage die Natur zu zerstören? Sicher etwas provokant die Frage, nur der Mensch kann die Natur nicht zerstören, er kann nur bestimmte Erscheinungsformen der Natur verändern und auch so verändern, dass er sich seiner eigenen Lebensgrundlage beraubt. Die Natur hat es schon gegeben, als vom Menschen noch keine Spur zu erkennen war und es wird sie noch geben, selbst wenn der Mensch verschwunden ist, aus welchem Grund auch immer.
Zur These eine Gegenthese, der Mensch zerstört nicht die Natur, sondern seine natürlichen Lebensgrundlagen, er verändert die Natur, allerdings anders als es andere Lebewesen tun, dabei bedarf es bei anderen Lebewesen zur Zerstörung der eigenen Lebensgrundlage keiner Technik und auch keines Bewusstseins! Der einfache, unbewusste Stoffwechsel mit der Natur ist unter Umständen ausreichend. Da der Mensch allerdings bewusst handelt, ist er auch in der Lage die Folgen seines Handels abzusehen und diesen entgegenzuwirken. Die Verantwortung für den Menschen, trägt der Mensch! Somit ist die Technik nicht Ursache der Zerstörung menschlicher Lebensgrundlage, sie ist Mittel zum Zweck und so ist es notwendig den Zweck zu erkennen, welchen Technik heute zu dienen hat und dieser ist in den gesellschaftlichen Verhältnissen zu finden. Wenn die eigentlichen Ursachen nicht erkannt werden, wird es auch keine Rettung für die Menschheit geben! Die Technik z. B. als Ursache für die Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen zu sehen, gipfelt maximal in Maschinenstürmerei und wird die menschliche Spezies nicht retten können!
Solidarische Grüße
* Es ist schon interessant, der Aufsatz/Leitartikel findet sich ab Seite 14 und ist mit „Welt ohne Leib“ überschrieben,
- Der Mensch als Schöpfer, in der Angst von seiner Schöpfung überholt zu werden …
- Eine sehr verkürzte und eingeschränkte Vorstellung von Technik … 16
- Technik und Ökonomie trennen? Politik und Technik verbinden? 17

- Ich habe einige Seiten gelesen und es stellt sich für mich die Frage, was unter Technik verstanden wird? 19

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