Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

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Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

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Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Begriffe

Begriffe:

Ablass: Lehre der römisch-katholischen Kirche vom Nachlass in der Beichte auferlegter Bußen durch die Ableistung von Werken der Barmherzigkeit (>>gute Werke<<) oder Geldzahlung. Der Ablass beruhte auf der Lehre von der Sünde, das heißt ...
Allgemeine Krise des Kapitalismus: umfassende System- und Gesellschaftskrise des niedergehenden Kapitalismus. Die allgemeine Krise des Kapitalismus erfasst ...
Antagonismus: unüberbrückbarer Gegensatz, Widerstreit. In der ...
Arbeit: zweckmäßige, bewusste Tätigkeit des Menschen, in der er mit Hilfe von Arbeitsmitteln Arbeitsgegenstände verändert und sie seinen Zwecken nutzbar macht. Die Arbeit ist in allen Gesellschaftsformation unerlässliche Existenzbedingung des Menschen. „Sie ist die ...
Atheismus: bewusste und begründete Ablehnung des Glaubens an einen Gott oder mehrere Götter, ...
Aufklärung: die gegen den Feudalismus und seine Ideologie gerichtet geistige Emanzipationsbewegung ...
Basis und Überbau: Kategorien des historischen Materialismus, welche den gesetzmäßigen Zusammenhang und die Wechselwirkung zwischen den ökonomischen Verhältnissen und allen anderen Verhältnissen einer ökonomischen Gesellschaftsformation widerspiegeln. Sie gestatten, ...
Bildungsprivileg: Wesenszug der gegen die Werktätigen gerichteten Bildungspolitik in antagonistischen Klassengesellschaften. Die zur Teilnahme an der Lenkung
Brest-LitowskerFrieden: Friedensvertrag zwischen den Mittelmächten und Sowjetrussland, unterzeichnet am 3. März 1918 in Brest-Litowsk. Die Verhandlungen zur Beratung der Friedensbedingungen begannen am 22. Dez. 1917. Leiter der deutschen Delegation war ...
Buddhismus: Buddhismus: nach ihrem Begründer Gautama Buddha benannte Religion, die als antibrahmanische Bewegung im 5./6: Jh. v. u. Z. in Nordindien entstand. Auf dem Hintergrund des altindischen Glaubens an Seelenwanderung und Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) lehrte Buddha, ...
Chauvinismus:  reaktionäre bürgerliche Ideologie und Politik, extremer, ...
Demagogie: ...
Demographie: Wissenschaft von der Bevölkerungsentwicklung. Sie untersucht die demographischen Verhältnisse und Prozesse der menschlichen Gesellschaft im Zusammenhang mit den ökonomischen und sozialen Verhältnissen der verschiedenen Gesellschaftsformationen: die Reproduktion, ...
Demokratie: (griech. Volksherrschaft): Form der Machtausübung, deren Inhalt und Funktion stets durch die in der jeweiligen Gesellschaftsordnung herrschenden Produktionsverhältnisse ...
Determinismus: philosophische Lehre vom objektiven Zusammenhang und von der wechselseitigen Bedingtheit aller Erscheinungen, Prozesse usw. der Natur, der Gesellschaft und des Denkens auf der Grundlage objektiver Gesetze. Im engeren Sinne: Lehre vom allgemeinen kausalen Zusammenhang aller Dinge und Erscheinungen der objektiven Realität. Die ...
Diktatur: Diktatur: Herrschaft einer Klasse zur Durchsetzung ihrer Klasseninteressen mittels eines Systems politischer Organisationsformen, deren wichtigste der Staat ist. Charakter, Inhalt und Ziele einer Diktatur werden ...
Dreißigjähriger Krieg: durch den Prager Fenstersturz 1618 ausgelöster, bis 1648 andauernder Krieg. Er wurde vom Grundwiderspruch zwischen den Feudalmächten und der aufsteigenden frühbürgerlichen Ordnung in den Niederlanden sowie von den Machtkämpfen zwischen Feudalstaaten auf unterschiedlichen Entwicklungsstufe bestimmt und vorwiegend auf dem Territorium des Reichs ausgekämpft. In diesem Krieg standen zwei Mächtegruppierungen einander gegenüber. Auf der einen Seite ...
DeutscherBauernkrieg: Bestandteil und Höhepunkt der mit der Reformation eingeleiteten frühbürgerlichen Revolution in Deutschland (1517 – 1525/26), deren Aufgabe objektiv darin bestand, mit den Mitteln des revolutionären Kampfes feudale Verhältnisse, die die frühkapitalistische Entwicklung hemmten, zu beseitigen und Bedingungen für die Konstituierung eines bürgerlichen Nationalstaates zu schaffen. ...
Elitetheorie: bürgerliche Theorie, nach der die Volksmassen, die Werktätigen, zu einer eigenständigen schöpferischen Leistung unfähig sind, als willenlose, leicht verführbare Masse keine eigenständige geschichtsbildende Kraft darstellen, sondern zu ihrer Führung eine Elite bedürfen. Das Ziel der Ideologen dieser Theorie besteht darin, ...
Entfremdung: auf dem Privateigentum an den Produktionsmitteln beruhende gesellschaftliches Verhältnis, durch das die von den Menschen geschaffene Produkte, Verhältnisse und Institutionen ihren als fremde, über ihnen stehende Mächte gegenübertreten; sie werden von diesen beherrscht, sie sind deren blindem bzw. willkürlichem Wirken unterworfen. Die Entfremdung existiert ...
„Endlösung der Judenfrage“: faschistischer Tarnbegriff für die systematische Ermordung von Mill. Jüdischer Menschen aus ganz Europa. Der Begriff taucht zuerst auf einer Konferenz bei Hermann Göring am 12. Nov. 1938 nach der sog. Kristallnacht auf. Göring kündigte die Endlösung ...
Entfremdung: auf dem Privateigentum an den Produktionsmitteln beruhende gesellschaftliches Verhältnis, durch das die von den Menschen geschaffene Produkte, Verhältnisse und Institutionen ihren als fremde, über ihnen stehende Mächte gegenübertreten; sie werden von diesen beherrscht, sie sind deren blindem bzw. willkürlichem Wirken unterworfen. Die Entfremdung existiert in allen ...
Ethik: Sittenlehre; philosophische Wissenschaft, die das Sittliche oder die Moral, d. h. die sittlichen Beziehungen, Verhaltensweisen, Werte, Normen und Anschauungen der Menschen, untersucht. Die Moral ist mit der Ethik als philosophischer Disziplin nicht identisch. Die Ethik ist die Wissenschaft von der Moral. Die ethischen Systeme tragen ...
Faschismus: in der ersten Etappe der allgemeinen Krise des Kapitals entstandene reaktionäre politische Bewegung und ideologische Strömung, die den Klasseninteressen der reaktionärsten Gruppen der Monopolbourgeoisie entsprach und in einigen Ländern, z. B. Italien, Deutschland, Spanien, Japan, zur Herrschaft gelangten. Als Erscheinungsform des ...
Finanzkapital: das miteinander verwachsene und verflochtene Kapital von Industrie- und Bankmonopolen. Das Finanzkapital ist ein wesentliches ökonomisches Merkmal des Imperialismus. >>Konzentration der Produktion, daraus erwachsende Monopole, Verschmelzung oder Verwachsen der Banken mit der Industrie – das ist die Entstehungsgeschichte des Finanzkapitals und der Inhalt dieses Begriffs.<< (Lenin, Band 22, Seite 230) Das Finanzkapital ist ...
Freiheit: Verhältnis des Menschen zur objektiven Gesetzmäßigkeit, insbesondere der Grad der Erkenntnis und praktische Beherrschung von Natur und Gesellschaft. Während die Notwendigkeit alle Bereiche der objektiven Realität umfasst, ist Freiheit eine spezifische gesellschaftliche Kategorie. Die Freiheit besteht ...
Geistige Manipulierung: System und Methode ideologischer Herrschaftsausübung ...
Geld: besondere Ware, deren spezifischer Gebrauchswert darin besteht, allgemeines Äquivalent aller anderen Waren zu sein. Als von den Waren losgelöster und selbst als eine Ware neben ihnen existierender Ware ist Geld notwendiges Resultat der Entwicklung von Warenproduktion und Warenzirkulation. Im Reproduktionsprozess dient es ...
Gesellschaft:  Gesamtheit der sozialen Beziehungen der Menschen, ihrer Wechselbeziehungen und der aus ihnen hervorgegangenen Organisation des gesellschaftlichen Lebens. Dieses System von sozialen Beziehungen ist mannigfach gegliedert und entwickelt und verändert sich nach spezifischen objektiven Gesetzen durch ...
Gewaltenteilung: Gewaltenteilung: die von Montesquieu in seinem Werk „Der Geist der Gesetze“ (1748) entwickelte Lehre von der Teilung der Staatsgewalt in drei unabhängig voneinander wirkende Gewalten, die sich wechselseitig kontrollieren sollten: in Legislative (Gesetzgebung), Exekutive (Regierung und Verwaltung) und Jurisdiktion (Gerichtsbarkeit, Rechtssprechung). Eine Gewalltenteilung in diesem Sinne hat es ...
Glaube: 1. umgangssprachlich eine geistige Haltung, die ein berechtigtes Erwarten, Hoffen oder Vermuten von Tatbeständen oder Ereignissen bzw. das Vertrauen zu anderen Menschen zum Ausdruck bringt; 2. als religiöser Glaube ...
Grundwiederspruch des Kapitalismus: wesentlicher innerer, die Entwickelung des Kapitalismus bestimmender Widerspruch zwischen dem gesellschaftlichen Charakter der Produktion und der privatkapitalistischen Aneignung ihrer Ergebnisse. Der Grundwiderspruch besagt, ...
Gut und Böse: Grundbegriffe der Moral und Ethik zur Beurteilung und Bewertung menschlichen Verhaltens und menschlicher Beziehungen. Vom ...
Humanismus: Streben nach Menschlichkeit (Humanität) und menschenwürdiger Daseinsgestaltung. Im weiteren Sinne die Gesamtheit jener Ideen und Bestrebungen in der Geschichte der Menschheit, die, von der Bildungs- und Entwicklungsfähigkeit des Menschen, von der Achtung seiner Würde und Persönlichkeit ausgehend, auf die allseitige Ausbildung, die freie Bestätigung und Entfaltung seiner schöpferischen Kräfte und Fähigkeiten sowie schließlich auf die Höherentwicklung der menschlichen Gesellschaft, auf immer größere Vervollkommnung und Freiheit des Menschengeschlechts gerichtet sind. Diese Ideen und Bestrebungen beruhen auf ...
Idealismus: Begriff für alle philosophischen Systeme und Anschauungen, die das Bewusstsein (gesellschaftliche Bewusstsein) – gleichgültig welcher Form – für das Primäre, das Grundlegende, das Bestimmende gegenüber der Materie erklären. Der Idealismus ist die dem Materialismus entgegengesetzte Grundrichtung der Philosophie, die sich ...
Individuum: Individuum (wörtlich: das Unteilbare): 1.) ein einmaliges, qualitativ bestimmtes Einzelwesen; bezeichnet in der Regel den Einzelmenschen. Der Mensch als Individuum ist einmalig, er existiert räumlich und zeitlich begrenzt als eine spezifische Gesamtheit sozialer und biologischer Eigenschaften. Das menschliche Individuum ist ...
Internationaler Frauentag: traditioneller Kampf- und Ehrentag, der jährlich am 8.März von den fortschrittlichen Frauen aller Länder begangen wird. Die II. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz in Kopenhagen (Aug. 1910) beschloss auf Antrag ...
Ideologie: System der gesellschaftlichen (politischen, ökonomischen, philosophischen, künstlerischen, religiösen usw.) Ideen, die durch die materiellen Verhältnisse der Gesellschaft, insbesondere die Produktionsverhältnisse, bedingte Klasseninteressen zum Ausdruck bringen und darauf gerichtet sind, das Denken, Fühlen und Handeln der Menschen entsprechend zu beeinflussen, und in entsprechenden Verhaltensnormen, Einstellungen und Wertungen ihren Ausdruck finden. Die Ideologie trägt ...
Individualismus: Denk- und Verhaltensweise sowie theoretische Auffassung, mit der die Interessen, Rechte und Bestrebungen des einzelnen – des Individuums – denen aller anderen und der Gesellschaft entgegengesetzt werden. Der Individualismus charakterisiert das Verhältnis ...
Instinkt: in der früheren Verhaltenswissenschaft allgemein die Fähigkeit der Tiere und des Menschen (Humanethologie), bestimmte innere und äußere Reizkonstellationen aufgrund angeborener Handlungsbereitschaften und Handlungsprogrammen mit im Sinne der Systemerhaltung zweckmäßigem Verhalten zu beantworten. Derartige ererbte ...
Intelligenz: psychologischer Begriff, der die Gesamtheit der intellektuellen Fähigkeiten des Menschen, wie geistige Beweglichkeit, Denkvermögen, Urteilsfähigkeit usw., beinhaltet; ...
Irrationalismus: philosophische Anschauung, die das wissenschaftliche Denken für unfähig halten, die Gesetzmäßigkeiten, wesentlichen Eigenschaften und kausalen Zusammenhängen der objektiven Realität zu erkennen, und diese Aufgabe angeblich höheren Erkenntnisweisen, wie ...
Kaufkraft: 1. Verhältnis der Währungseinheit zu den Preisen der Waren (Erzeugnisse und Dienstleistungen). Die Entwicklung der Kaufkraft wird ...
Klasse: 1. „Als Klasse bezeichnet man große Menschengruppen, die sich voneinander unterscheiden nach ihrem Platz in einem geschichtlich bestimmten System der gesellschaftlichen Produktion, ...
Klassenkampf: entscheidende unmittelbare Treibkraft der gesellschaftlichen Entwicklung in allen antagonistischen Klassengesellschaften. Der Klassenkampf ist ...
Klassenbewusstsein: Teil des gesellschaftlichen Bewusstseins, in dem sich eine Klasse ihrer materiellen Existenzbedingungen, ihrer grundlegenden Interessen, ihrer Beziehungen zu den anderen Klassen und Schichten der Gesellschaft sowie ihrer Rolle in der historischen Entwicklung mehr oder weniger deutlich bewusst wird. Das Klassenbewusstsein ist keine ...
Kultur: Entwicklung der Menschen und ihrer Lebensweise in der Geschichte, im Prozess ihrer Arbeit zur Aneignung und Umgestaltung der Natur und ihrer Tätigkeit zur Entwicklung und Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Die dadurch entstehenden materiellen und ideellen Lebensbedingungen der Individuen, ...
Liberalismus: im Kampf gegen den Feudalismus und seine politische Herrschaftsformen entstandene bürgerliche Bewegung sowie die ihr entsprechende Weltanschauung und politische Doktrin. Ideologisch beruht der Liberalismus auf den aufklärerischen Thesen vom Naturrecht, vom Gesellschaftsvertrag und von der Gewaltenteilung, die das bürgerliche Bestreben widerspiegelten, die Macht des absolutistischen Staates einzuschränken. Der gesellschaftliche Fortschritt im ...
Lobbyismus: in kapitalistischen Ländern verbreitetes Korrumpierungssystem, mit dem einzelne Bourgeoisievertreter bzw. -gruppen auf die Gesetzgebung einwirken, um ökonomische Interessen durchzusetzen. Der Begriff Lobbyismus ist abgeleitet aus dem Wort ...
Macht: notwendiger politischer, ökonomischer und ideologischer Ausdruck konkreter sozialökonomischer Verhältnisse. Die Macht ist stets an die Existenz einer herrschenden Klasse gebunden. In der antagonistischen Klassengesellschaft ist die Macht die materielle ...
Materialismus: die dem Idealismus entgegengesetzte Grundrichtung der Philosophie. Der Materialismus umfasst alle Weltanschauungen und philosophische Auffassungen, die das Primat der Materie gegenüber dem Bewusstsein anerkennen und das Bewusstsein als Sekundäres, von der Materie Abgeleitetes auffassen (Grundfrage der Philosophie). Materialismus bedeutet, ...
Menschenrechte: grundlegende Rechte, die die Rechtsstellung des einzelnen Bürgers in einer bestimmten Gesellschaft und sein Verhältnis zum Staat widerspiegeln. Sie werden in der Regel in den Verfassungen der Staaten als ...
Münchener Abkommen: am 29. Sept. 1938 in München von Artur Neville Chamberlain, Edouard Daladier, Adolf Hitler und Benito Mussolini unterzeichneter Vertrag, der Deutschland zur Okkupation tschechoslowakischer Grenzgebiete in Böhmen und Mähren, des sogenannten Sudetengebietes, in der Zeit vom 1. – 10. Oktober 1938 ermächtigte. Im Zusammenhang mit dem Münchener Abkommen erpresste ...
Moral: Normen, Werte, Ideale mit denen die Menschen ihr gesellschaftliches Verhalten regeln. Die Wirksamkeit der Moral beruht darauf, dass Menschen, ausgehend von ihren grundlegenden Interessen und Bedürfnissen, die für ihren materiellen und geistigen Lebensprozess notwendigen Zusammenhänge zwischen ...
Nation: Struktur- und Entwicklungsform der Gesellschaft in der kapitalistischen und kommunistischen Gesellschaftsformation. Die Nation entsteht gesetzmäßig mit ...
Nationalismus: bürgerliche Ideologie und Politik im Bereich der nationalen und internationalen Beziehungen, welche ...
Objekt-Subjekt-Dialektik: die Beziehungen, die in der praktischen und erkennenden Tätigkeit des Menschen zwischen der Natur und den gesellschaftlichen Verhältnissen einerseits und dem Menschen anderseits existieren. Objekt und Subjekt sind korrelative Begriffe, die die zwei entgegengesetzten Seiten jeder menschlichen Tätigkeit widerspiegeln. Das Objekt ist ...
Ökonomie: 1. allgemeiner Ausdruck für die wichtigste Sphäre des gesellschaftlichen Lebens, ...
Patriotismus: Liebe zur Heimat, Liebe zum Vaterland; gesellschaftliche-historische Erscheinung, die sich in Abhängigkeit von der Entwickelung ...
Pazifismus: bürgerliche bzw. kleinbürgerliche Strömung und Ideologie u. a. in kapitalistischen Ländern, die unter der Losung des Friedens um jeden Preis gegen alle Arten von Kriege auftreten. Der Pazifismus lässt ...
Persönlichkeit: umfasst zum Unterschied vom Begriff Individuum vor allem den bewusst und aktiv handelnden Menschen im Produktionsprozess und im gesellschaftlichen Leben, d. h. Im Geschichtsprozess, den ein bestimmtes produktives, politisches, geistig-kulturelles sowie moralisches Verhalten und entsprechende Qualitäten auszeichnen, die ihn zu dieser aktiven Rolle befähigen. Der historische Materialismus stellt ...
Pluralismus: Pluralismus (lat.): idealistische Weltanschauung, die – im Gegensatz zum Monismus – nicht die Einheit der Welt, sondern ihre Vielheit zur grundlegenden Bestimmung der Wirklichkeit erheben. Im weiteren Sinne ist Pluralismus eine bürgerliche politische und ideologische Konzeption, die sich ...
Politik: „das Verhältnis zwischen den Klassen“ (Lenin, Bd. 32, S. 231) in Bezug auf die politische Macht, auf den Staat; sie ist das Wechselverhältnis ...
Produktivkräfte: Gesamtheit der subjektiven und gegenständlichen Faktoren des Produktionsprozesses sowie deren Zusammenwirken bei der Produktion materieller Güter. Zu den Produktivkräften gehören die Menschen, die über bestimmte Produktionserfahrungen, Arbeitsfertigkeiten und Bildung verfügen, als Hauptproduktivkraft und die Produktionsmittel, weiterhin die Leitung der Produktion, die Technologie, die Organisation der Produktion sowie die zur Produktivkraft gewordene Wissenschaft. Die Produktivkräfte bringen ...
Recht: Gesamtheit sich wechselseitig bedingender und voneinander abhängiger, vom Staat gesetzter oder sanktionierter und geschützter allgemeinverbindlicher Verhaltensregeln (Normen), die den letztlich durch die Produktionsverhältnisse bedingten Willen der herrschenden Klasse ausdrücken und staatlich erzwingbar sind. Rechtsnormen widerspiegeln die Interessen der ökonomisch und politisch herrschenden Klasse, ...
Religion: Form des gesellschaftlichen Bewusstseins mit Weltanschauungscharakter. Gesamtheit von Anschauungen, Emotionen und Kulthandlungen, deren Wesen in einer phantastisch verzerrten, illusionären Widerspiegelung der Natur und der Gesellschaft im Bewusstsein der Menschen besteht. Dieses Wesensmerkmal ist allen Religionen, ....
Religion II: Form des gesellschaftlichen Bewusstseins, in der die objektive Realität, besonders das menschliche Dasein, in verkehrter Weise widergespiegelt wird. Religion ist eine idealistische Welt- und Lebensanschauung, in der als primäre Ursache des natürlichen und gesellschaftlichen Geschehens ein persönlicher Gott (bzw. mehrere Götter, Geister o. ä.) bzw. unpersönliche übernatürliche Kräfte und Mächte angesehen werden (Deismus). ...
Reform: Maßnahme zur evolutionären Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse, Lebensbereiche und Einrichtungen, durch die deren Qualität, Klasseninhalt und Klassenfunktion nicht grundsätzlich geändert wird. Reform in der kapitalistischen Gesellschaft können die Existenzbedingungen und die Rechte der Werktätigen in gewissen Grenzen verbessern, aber sie führen nicht zur Veränderung der sozialen Qualität des Kapitalismus, d. h. zur Beseitigung der Ausbeutung und Klassenunterdrückung. Dies kann ...
Revisionismus: Strömung des Opportunismus in der Arbeiterbewegung, deren Besonderheit darin  besteht, dass sie ein ganzes System der Revision des Marxismus (später des Marxismus-Leninismus) zur theoretischen Begründung der opportunistischen Politik entwickelt sowie die Errungenschaften des Sozialismus entstellt und negiert. Der Revisionismus fordert die Korrektur der ...
Revolution Teil I.: grundlegende qualitative Umgestaltung der Gesellschaft als Ganzes oder einzelner, wesentlicher gesellschaftlicher Bereiche (z.B. die wissenschaftlich-technische Revolution, die Revolution auf dem Gebiet der Ideologie und Kultur usw.), eine der wichtigsten Phasen und Formen der gesellschaftlichen Entwicklung. Unter einer sozialen Revolution versteht ...
Praxis: philosophische Kategorie, die den gesellschaftlichen Prozess der Veränderung, der Umgestaltung der objektiven Realität, der Natur und Gesellschaft durch die Tätigkeit der Menschen widerspiegelt; denn um die materielle Welt zu verändern, „bedarf es der Menschen, welche eine praktische Gewalt aufbieten“. MEW, Bd. 2, S. 129) Der Mensch, wirkt ...
Sinn des Lebens: Grundfrage jeder Weltanschauung, insbesondere jeder Ethik, auf die in der Geschichte des menschlichen Denkens von den Ideologen der verschiedensten Klassen unterschiedliche Antworten gegeben werden. Sie umfasst die Frage nach Sinn, Zweck und Ziel des menschlichen Lebens, die Frage nach dem Lebensinhalt des Menschen und nach den gesellschaftlichen Lebensbedingungen, unter denen menschlichem Tun Erfolg beschieden ist. Die Beantwortung ...
Staat: das entscheidende politische Machtinstrument in den Händen bestimmter Klassen zur Durchsetzung ihrer Interessen. Mittels des Staats wird ...
Steuer: Pflichtabgebe natürlicher und juristischer Personen an den Staat, die nicht mit einem Anspruch auf direkte Gegenleistung verbunden sind und endgültig im Staatshaushalt zentralisiert werden. … In der kapitalistischen Gesellschaftsordnung sind die Steuern die unabdingbare ökonomische Existenzgrundlage des Staates. Da ...
Subjektiver Faktor: die Beziehungen, die in der praktischen und erkennenden Tätigkeit des Menschen zwischen der Natur und den gesellschaftlichen Verhältnissen einerseits und dem Menschen anderseits existieren. Objekt und Subjekt sind korrelative Begriffe, die ...
Subjektivismus: theoretische Auffassung und praktische Haltung, die das Subjekt und seine Erkenntnistätigkeit oder soziale Aktivität verabsolutiert. Da Subjektivismus die objektive Realität und das ...
Theorie: - grundlegende Form der ideellen Widerspiegelung der objektiven Realität im Bewusstsein der Menschen; systematisch geordnetes verallgemeinertes Wissen über einen Bereich der objektiven Realität oder über Erscheinungen des geistigen Lebens der Menschen. Die Bildung von Theorie ist eine entscheidende Etappe des wissenschaftlichen Erkennens. In den Theorien werden ...
Totalitarismus: in den 20er Jahren entstandene, an Platons Staatslehre anknüpfende Kennzeichnung der faschistischen Staatsauffassung und später der faschistischen Diktaturen in Italien und Deutschland. Diese Diktaturen wurden als totalitäre Staaten ...
Tradition: relative stabile, modifikationsfähige, durch eine bestimmte Klasse, Schicht, Gruppe für relativ lange Zeit aus der Vergangenheit übernommene oder wieder belebte Ideen, Symbole und Institutionen, die mittel- oder unmittelbar der Durchsetzung bestimmter Klassen-, Schichten-, Gruppeninteressen dienen. Sie wirken im ...
Volk: 1. im Sinne von Volksmassen Begriff des historischen Materialismus, ...
Volksmassen: Begriff des historischen Materialismus, der mit dem Begriff Persönlichkeit in enger Wechselbeziehung steht. Er ...
Volkssouveränität:  staatliche Macht, deren Träger das Volk ist und die die Beherrschung der Gesellschaft und ihrer Entwicklung durch das Volk und im Interesse des Volkes organisiert. Spätestens ...
Ware: Produkt menschlicher Arbeit, das gesellschaftliche Bedürfnisse befriedigt und für den Austausch produziert wird. Die Ware gelangt über den Austausch (Kauf und Verkauf) in die produktive oder die nichtproduktive Konsumtion. Der Warencharakter eines Arbeitsprodukts ist keine natürliche, sondern ...
Wahrheit:  philosophische Kategorie, welche die Adäquatheit der Erkenntnis, ...
Wirtschaftswachstum: Kriterium der wirtschaftlichen Tätigkeit. Als Kennziffer des Wirtschaftswachstums dient zu meist der Zuwachs des … Bruttosozialprodukts. Es wird unterschieden zwischen dem absoluten Wirtschaftswachstum und dem relativen Wirtschaftswachstum. Das Wirtschaftswachstum wird ...
Weltanschauung: Die in ein System gebrachte Gesamtauffassung von Natur und Gesellschaft, einschließlich der Formulierung von Regeln für das Verhalten des Menschen in der gesellschaftlichen Praxis. Unter Weltanschauung ist die Gesamtauffassung (Theorie) vom ...
Zionismus: die chauvinistische Ideologie, das weit verzweigte Organisationssystem ...
Zivilgesellschaft: Die herrschende Konzeption der „Zivilgesellschaft“ dient manipulativen Zwecken, und zwar nicht nur im Sinne ideologischer Indoktrination, sondern mit dem praktischen Ziel einer totalitären Formierung der Gesellschaft. „Zivilgesellschaft“ ist in der Kultur der Herrschenden nur ein Modewort.
Als wissenschaftlicher Begriff wurde das Konzept der Zivilgesellschaft von dem italienischen Marxisten Antonio Gramsci entwickelt. ...

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